Sulzbach-Rosenberg
Suchen, wenn die Hoffnung schwindet
Michaela Springs führt Rettungshunde im Einsatz
Sulzbach-Rosenberg. Wie der Blitz saust der Golden Retriever los: Mit einem eindringlichen "Such!" hat Michaela Springs ihre Wilma auf den Weg geschickt, und jetzt arbeitet der Hund zwischen Schrott und Häuserwänden das Gelände ab. Schon schlägt er an: Der versteckte Mensch ist gefunden. Michaela Springs darf stolz sein auf ihre Wilma - sie ist Teil der erfolgreichen Rettungshundestaffel des Technischen Hilfswerks, Ortsverband Sulzbach-Rosenberg, der einzigen "geprüften" in Bayern. Und die Familie steht voll hinter der aktiven Mutti.
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| Auch das muss selbstverständlich sein: Frauchen schmust ein bisschen mit ihrem Vierbeiner während einer Einsatzpause. Bild: hfz |
Doch so einfach ist das nicht: Zuerst muss die Ausbildung als THW-Helfer absolviert werden, dann beginnt die zweijährige Ausbildung zum Hundeführer.
Hartes Training angesagt
Die Familie stand von Anfang an hinter Michaela: Die Kinder Maximilian (13) und Emma (11) und Vater Uwe freuten sich mit der Mama über die Erfolge, die sich bald einstellten. Und seit elf Monaten komplettiert Golden-Retriever-Rüde Willi als "Auszubildender" das Dream-Team aus Menschen und Familienhunden. Denn Übung macht auch hier den Meister.
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| Wilma hat den versteckten Mann selbst in drei Metern Höhe entdeckt - jetzt zeigt sie ihren Fund durch aufgeregtes Bellen an. |
Doch was tun die Rettungshunde eigentlich genau, was ist ihr Aufgabengebiet? Ganz einfach: Sie suchen Menschen. Unter den Trümmern eingestürzter Häuser nach Erdbeben oder Explosionen, nach Lawinenabgängen, aber auch im Wald oder sonstigem Gelände nach Vermisstenmeldungen. Abgängige Senioren, Suizid-Kandidaten, Verirrte, Kinder, Verunglückte - die Liste der Möglichkeiten ist (leider) lang. Auch bei Michaela Springs ertönt öfter der Alarm. Dann springt die 37-Jährige in ihre blauen Dienstklamotten und eilt zum THW-Heim - mit oder ohne Hund, je nach Anforderung. Geht es zum Beispiel um Hochwassereinsätze, müssen Wilma und Willi zu Hause bleiben, was ihnen gar nicht gefällt. Wird aber die Hundestaffel alarmiert, rücken sie mit Frauchen aus.
Jetzt zehn Hunde dabei
Sieben Mitglieder mit insgesamt zehn Hunden umfasst die Sulzbach-Rosenberger Staffel. Meist sind es Labrador- oder Golden Retriever und Schäferhunde. Ihre Ausbildung ist umfassend und tiefgehend, und das ist auch gut so: Schließlich kann der Hund selbst beim Einsatz jederzeit in
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| Jutta Rohrich weist die Hundeführerin in ihr Trainingsgelände ein: Jetzt muss der Hund selbstständig zu suchen beginnen. |
Mit zehn ist Schluss
Wie lange kann ein Hund so etwas leisten? "Im Prinzip sehr lange, doch mit zehn Jahren möchte ich Wilma in Pension schicken - das hat sie sich dann verdient!", meint Michaela Springs. Dann muss eben Willi vermehrt ran. Er lernt jetzt schon viel von der erfahrenen Wilma.
Die dynamische Frau hat ein Hobby, das doppelt Freude macht: Zuallererst kann sie Menschen in Not, oft sogar in Lebensgefahr,helfen, zum anderen sind die Hunde perfekt artgerecht beschäftigt. Und wenn das Frauchen die blaue Kluft anzieht, vibrieren die beiden passionierten Hunde förmlich vor Freude. Das kann ja nur gut gehen....
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| Wilma hat wieder jemand gefunden: Sie wittert einen Menschen hinter der Tür. |
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