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02.09.2010  | Netzcode: 2476952  |  214 Mal gelesen.

Der Leser schreibt

In die Nähe der

Kreuzzüge



Zum NT-Bericht vom Donnerstag, 26. August, "Kein Platz für Bischof Otto".

Der evangelische Pfarrer Peter Peischl ist der Meinung, dass der Heilige Bischof Otto von Bamberg nicht durch eine Brunnenfigur in Altenstadt bei Vohenstrauß geehrt werden sollte. Darüber kann man wahrlich streiten, zumal die Weihe einer Kirche im Jahr 1124 durch den Bischof zwar eine gewisse Bedeutung für die Ortsgeschichte hat, aber ansonsten sicher keine herausragende Aktion darstellt.

Die Argumentation des Pfarrers dagegen, die Missionsreise des Bischofs nach Pommern 1124 könnte als Feldzug interpretiert werden, ist schon als etwas merkwürdig einzustufen. Selbstverständlich waren solche Missionsreisen auch kirchen- und reichspolitisch motiviert, hier wird aber durch die Argumentation des Pfarrers die friedliche Missionsreise fast in die Nähe der mittelalterlichen Kreuzzüge ins Heilige Land gerückt. Dies ist sicherlich eine extrem eigenartige Geschichtsinterpretation. Unter dieser Argumentation müssten alle Denkmäler Cäsars (siehe Gallischer Krieg), Karls des Großen (siehe Sachsenkriege) oder Arminius' abgebrochen werden.

Dr. med. Walter Hofmeister92637 Weiden

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