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Von Alexander Pausch  |  02.09.2010  | Netzcode: 2476220  |  219 Mal gelesen.

Obama behält drei ungelöste Krisenherde im Nahen Osten

Kommentar von Alexander Pausch

Bild zu Artikel Obama behält drei ungelöste Krisenherde im Nahen Osten
Amerikanischer Fackel-Jongleur. Karikatur: Tomicek
Mit dem von ihm verkündeten Ende des Kampfeinsatzes im Irak ist es für den amerikanischen Präsidenten Barack Obama auf dem nahöstlichen Minenfeld keinesfalls einfacher geworden. Zum einen ist das Zweistromland zwischenzeitlich nicht so stabilisiert worden, dass es als jenes leuchtende Beispiel der Demokratie dienen könnte, als welches George W. Bush den Irak vor siebeneinhalb Jahren auserkoren hatte.

Zum anderen erleichtert die Deklaration vom Dienstagabend in Washington weder die Suche nach einem tragfähigen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern, noch hilft sie Obama im Streit um das iranischen Atomprogramm und bei der Eindämmung des iranischen Strebens nach Vorherrschaft im Nahen Osten.

Nun versucht Obama, sein politisches Gewicht zugunsten einer Friedensregelung zwischen Israelis und Palästinensern in die Waagschale zu werfen. Dabei kann der Demokrat im Weißen Haus eines von seinen beiden Amtsvorgängern, seinem Parteifreund Bill Clinton und dem Republikaner Bush lernen: Ein Fortschritt in einem der drei Problemfelder Nahost, Iran und Irak hat keinen positiven Einfluss auf die Lösung der jeweils anderen Konflikte, ein Rückschlag aber sehr wohl einen negativen.


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