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Von Stefan Zaruba  |  01.09.2010  | Netzcode: 2475040  |  169 Mal gelesen.

Klares Signal der Bischöfe: Keine Nachsicht für die Täter

Kommentar von Stefan Zaruba

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Die deutschen katholischen Bischöfe verdienen allen Respekt für ihre neuen Leitlinien gegen Missbrauch. An kirchlichen Maßstäben gemessen - und nicht nur an diesen - haben die Oberhirten rasch zu einer Einigung gefunden.

Natürlich kann man alles noch besser machen und wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger das Haar in der Suppe suchen. Aber gerade die Bundesjustizministerin müsste aus ihrer alltäglichen Sisyphusarbeit wissen, wie zäh sich geltende Regeln reformieren lassen. Entscheidend an den Leitlinien der Bischöfe ist, dass sie ein Signal aussenden: Null Toleranz für kirchliche Mitarbeiter, die Schuld auf sich geladen haben. Das ist das, worauf die Öffentlichkeit vor allem gewartet hat. Die Kirche darf nicht aus falsch verstandener Nächstenliebe auch zu Sündern in ihren Reihen staatliche Autoritäten außen vor lassen. Auch über die eingeschränkten Kirchenkarrieren pädophiler Priester finden sich klare Worte.

Nun ist es an den Bischöfen und den Gliederungen der Kirche, dass die Leitlinien Anwendung finden. Auf undeutliche Vorgaben kann sich jedenfalls niemand mehr berufen.


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