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Von Marielouise Scharf  |  30.08.2010  | Netzcode: 2472332  |  203 Mal gelesen.
Amberg

Das Wolferl hätte mächtig gestaunt

Kühle sommerliche Musiktage mit temperamentvoller Saxofonmusik

Locker und leicht war das Spiel von Sax Allemande am Samstagabend. Allerdings nicht im Rosengarten, wie ursprünglich geplant, sondern wegen des kühlen und feuchten Wetters in der Stadtbibliothek. Aber auch dort zauberten Frank Schüssler am Sopransaxofon, Arend Hastedt am Altsaxofon und Markus Maier am Baritonsaxofon eine sommerlich warme Stimmung.

Ungewohnte Klangform



In bunten und differenzierten Bläserfarben bauten sie eine besondere Atmosphäre. Bekannte Melodien von Wolfgang Amadeus Mozart oder Peter Tschaikowski, von Ludwig van Beethoven, Jacques Ibert und George Gershwin boten sie in einer ungewohnten Klangform, aber ungemein mitreißend. Selbst Skeptiker wurden von der Intensität der Wiedergabe und der Ausdrucksstärke der Instrumente verblüfft. Eine gelungene Transkription und technische Finesse, dazu ein außerordentliches musikalisches Gespür, Können und Sensibilität der Musiker sind für den großen Erfolg verantwortlich.

Sax Allemande folgt der Tradition des klassischen Saxofons. Arend Hastedt, Markus Maler und Frank Schüssler gründeten das Ensemble nach ihren Studien in München, Basel und Zürich mit dem Ziel, die Kunst des Instrumentalspiels und den wunderbaren klassischen, konzertanten Saxofonklang weiterzuentwickeln und um eine Facette zu bereichern. Mit dem "Echo Klassik 2009" für "Die Kammermusik-Einspielung des Jahres" wurden sie für ihr gelungenes Engagement belohnt.

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