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Von Kristina Sandig  |  25.08.2010  | Netzcode: 2465452  |  434 Mal gelesen.
Amberg

Durch Tunnel und auf dem Laufsteg

Agility nicht nur ein Sport für die Vierbeiner

Amberg. "Halbe Sachen mache ich nicht", stellt Norbert Haslach unmissverständlich klar. Deshalb jagt der frühere Eishockey-Profi nach seinem Karriere-Ende nicht einmal hobbymäßig dem Puck hinterher. Vielmehr widmet er sich jetzt ganz und gar den Vierbeinern und einer Hundesportart namens Agility.

Noch einmal muss Norbert Haslachs
Noch einmal muss Norbert Haslachs Australian-Sheperd-Hündin namens Sugar einen Agility-Parcours fehlerfrei bei einem Turnier absolvieren, dann steigt sie von A 2 in die Klasse A 3 auf. "Eigentlich hätte sie"s schon langst geschafft", seufzt ihr Besitzer, der zugleich die Trainerlizenz für diese Hundesportart hat. "Manchmal muss man mehr die Menschen führen als die Hunde", sagt er in dieser Funktion.
Begeistert springen Sugar und Honey auf und bellen vor lauter Freude. Sie wissen: Gleich dürfen sie in den Agility-Parcours auf dem Übungsgelände des Schäferhundevereins Amberg-Gailoh. Die beiden vier und dreieinhalbjährige Hunde-Damen sind reinrassige Australien Sheperds.

Wie Norbert Haslach (44) erklärt, ist diese Rasse sehr gut für Agility geeignet. Aber auch Border Collies und Belgische Schäferhunde kommen für diese Art von Hundesport besonders in Frage. Überhaupt: Aus Spaß an der Freude können alle Hunde über Hürden springen, Slalom laufen und durch den Tunnel kriechen. "Bei uns ist alles vertreten: kleine und große Hunde, reinrassige, aber auch Mischlinge", erklärt Haslach. Sowohl er als auch Freundin Iris haben seit April 2009 die Trainerlizenz für Agility.

Der Weg zu Agility führt für die Vierbeiner von
Norbert Haslach ist seit April vergangenen Jahres
Norbert Haslach ist seit April vergangenen Jahres auch lizenzierter Trainer für Agility.
der Welpenspielstunde und der Hundeschule, wo sie Gehorsam und soziales Verhalten lernen, zu den Kontaktzonengeräten. "Da gibt es drei Stück", erklärt Haslach und zählt auf: die A-Wand, den Laufsteg und die Wippe.Später dann absolvieren die Tiere ihre Sprünge über Hindernisse. Wichtig ist laut Haslach, dass die Hunde erzogen sind, schließlich laufen sie im Agility-Parcours frei, also ohne Leine. Wenn er mit seiner Australian-Sheperd-Hündin Sugar in den Parcours geht, dann hat er seine eigene Philosophie: "50 Prozent darf sie selbst arbeiten, 50 Prozent mit mir." Will heißen: Norbert Haslach schickt seinen Hund los und lässt ihn selbstständig das Hindernis nehmen, während er schon zum nächsten Gerät läuft, um den Vierbeiner dort dann anzuleiten. "Ihnen macht das Spaß", sagt der 44-Jährige über die Freizeitbeschäftigung für die Vierbeiner.
Mit ihnen trainieren Norbert Haslach und Iris Heimler zwei- bis dreimal pro Woche etwa eine Stunde. Natürlich steht nach wie vor für die Australian Sheperds auch Gassigehen auf dem Programm. Im Sommer fährt das Paar mit den Hündinnen fast jedes zweite Wochenende auf ein Agility-Turnier im Umkreis von 100 Kilometern um Amberg.

Demnächst besuchen der 44-Jährige und seine Lebensgefährtin mit Sugar und Honey ein Hütetraining. Das kommt nicht von ungefähr, denn Australian Sheperds wurden ursprünglich dazu eingesetzt, auf Farmen in den USA Rinder, Schafe, Ziegen und Enten zu hüten. Regelmäßig fährt er zudem zu Seminaren, um sich weiterzubilden. Viel gelernt hat er von Elsbeth Bächler, die ihm schon so einige Tipps gegeben und so manchen Trick verraten hat. "Sie ist mein Agility-Guru", sagt er über die Schweizerin, die 1988 mit Agility anfing - damals in ihrem Garten, mit einer Stange über zwei Stühlen.

Iris Heimler ist ebenso begeistert vom Hundesport
Iris Heimler ist ebenso begeistert vom Hundesport Agility wie ihr Freund Norbert Haslach. Im Sommer ist das Paar alle zwei Wochen samstags und sonntags auf Agility-Turnieren im Umkreis von 100 Kilometern. Bilder: Petra Hartl



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