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Von Alexander Pausch  |  13.08.2010  | Netzcode: 2450523  |  81 Mal gelesen.
Waldsassen

In tiefer Sorge um Europa

Gespräch mit dem libanesischen Erzbischof Melki - Älteste Kirche im Nahen Osten

Erzbischof Flavien Joseph Melki gehört zu einer der ältesten Kirchen im Nahen Osten, und doch ist seine Glaubensgemeinschaft inzwischen eine der kleinsten. Gerade mal 150 000 Gläubige gibt es noch in der syrisch-antiochenisch-katholischen Kirche, die ihre Geschichte auf die Gründung des Patriarchats von Antiochia durch den Apostel Petrus drei Jahrzehnte nach dem Tod Christi zurückführt. Aber sie ist damit nicht allein, noch weitere Kirchen im Vorderen Orient führen ihre Gründung auf den Apostel Petrus zurück.

Heute residiert der Patriarch der mit Rom unierten syrisch-antiochenisch-katholischen Kirche in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Neben dem Zedernstaat leben die etwa 100 000 im Nahen Osten verbliebenen Mitglieder der Kirche zum größten Teil in Syrien und dem Irak. Einige wenige Gläubige gibt es in der Türkei und in Ägypten. Darüber hinaus gibt es syrisch-katholische Gemeinden in Kanada, den Vereinigten Staaten von Amerika und in Europa.

Der derzeitige Patriarch Mar Ignatius Joseph III. Younan ist ein früherer Schüler aus der Zeit, als er noch das Priesterseminar geleitet habe, erzählt der 78-jährige Erzbischof Melki im Gespräch in Waldsassen (Kreis Tirschenreuth). Und er ist der vierte Patriarch, dem er als Generalvikar dient. Zu ihnen gehörte auch Ignace Moussa I. Daoud, der inzwischen seit fünf Jahren als Kurienkardinal an der Spitze der Ostkirchen-Kongregation des Vatikans steht.

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