Von (tr) |
11.08.2010
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Wondreb
Rennprofi mit auf den Sattel geholt
Einstiger Zündapp-Werksfahrer startet für "Woundara Schulstraßen-Racer" beim Mofarennen
Wondreb. (tr) "Die Schlacht geht weiter", sagen die fünf "Schulstraßenracer". Unter dem Motto: "Hart, knallhart, Speinshart"! startet am Samstag die 14. Auflage des 24-Stunden-Mofarennens. Und da wollen die Jungs aus "Woundara" ihr Vorjahresergebnis deutlich steigern.
Seit acht Wochen bereiten sich die "Schulstraßenracer Woundara" auf das 14. Mofarennen am Wochenende in Speinshart vor. Jürgen Siller (links) und Erhard Kraus bei den Feinarbeiten am Mofa. Auf dem selbstgebauten Prüfstand haben sie das Krad immer wieder neu eingestellt, bis es in allen Disziplinen Traumwerte lieferte. Bild: Grüner
Zum vierten Mal sind sie infolge dabei. Jedes Mal erkämpften sie sich einen guten Platz unter den ersten 13. "Das Ziel ist nach wie vor der Sieg", so Chefmechaniker Erhard Kraus. Und auch der zweite Schrauber, Jürgen Siller, will dafür sorgen, dass die neue Maschine die Konkurrenz alt aussehen lässt.
Um dem hohen Anspruch gerecht zu werden, schuften die "Schulstraßenracer" seit acht Wochen hart. Rund 600 Stunden haben sie in den vergangenen Wochen investiert. Mit dem 50-Jährigen Peter Meyer aus Großkonreuth haben sie sich sogar einen echten Rennprofi ins Boot, beziehungsweise auf den Sattel, geholt. Der einstige Zündapp-Werksfahrer holte sich 1983 den deutschen Meistertitel. Die beiden anderen Fahrer sind Gerd Köstler und Klaus Härtl.
Neben starken Fahrern ist eine zuverlässige Maschine nötig, um beim Kampf um den Titel zu bestehen. Deshalb haben die "Schulstraßenracer" das Fahrzeug komplett überarbeitet. Einen großen Vorteil sieht das Team auch in der Änderung des Reglements. So dürfen heuer keine elektronischen Zündungen benutzt werden. "Wir sind schon immer ohne dieses Hilfsmittel gefahren, das der Konkurrenz große Vorteile bescherte. Deshalb liegt der Vorteil in diesem Jahr bei uns," so Erhard Kraus. Außerdem wurden die Aerodynamik der Maschine verbessert und ein neuer Rennauspuff eingebaut. Das Gesamtgewicht konnte durch Verwendung leichterer Materialien erheblich reduziert werden. "Durch das neue Fahrwerk liegt die Maschine viel sauberer in den Kurven, als im vergangenen Jahr", so Jürgen Siller.
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Starkes Gesamtpaket
Außerdem wurden der Motor überarbeitet, die Getriebeübersetzung geändert und eine neue Strategie ausgearbeitet. Die Jungs sind sich einig: "Im Endeffekt haben wir ein starkes Gesamtpaket!" Fernab jeglicher Zivilisation liegt die neue Teststrecke, auf der die Fahrer seit zwei Monaten hart trainieren, denn die Spione lauern überall und zu jeder Zeit. Aus diesem Grund wird die Werkstatt in der Nacht auch von scharfen Hunden bewacht.
Einige Trainingseinheiten haben sie diesmal auch auf dem "Bergauer-Ring", einer professionellen Moto-Cross-Strecke bei Pfaffenreuth, absolviert. Die Konkurrenz ist stark, kommt aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mehr als 100 Teams werden diesmal wieder dabei sein. Schnelligkeit und Strategie sind auf dem ein Kilometer langen Rundkurs gefragt.
Die Fahrer wechseln alle zwei Stunden. Bei diesen Boxenstopps wird die Maschine auch gewartet. Vom Typ her ist sie ein handelsübliches Zündapp-Mofa. 70 Prozent Originalteile muss das Mofa aufweisen, sonst wird das Team disqualifiziert. Das Rennmofa darf nicht mehr als 50 Stundenkilometer schnell und der Hubraum nicht größer als 50 Kubikzentimeter sein. Die erlaubte Maximallautstärke liegt bei 85 Dezibel und die Maschine muss Pedale aufweisen.
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Keine Details
"Aber Geschwindigkeit ist nicht alles, erklärt Erhard Kraus. Der Industriemechaniker sieht da eher Potenzial in der Aerodynamik, beim Gewicht, diversen Manipulationen am Auspuff. Aber Einzelheiten verrät er nicht. Halt, doch ein Detail schon: Die Vergaser-Innenbeleuchtung, die das Team im vergangenen Jahr erstmals getestet hatte, wurde modifiziert. Jetzt wird ein stärkeres Leuchtmittel verwendet und das könnte die Lösung sein, um in diesem Jahr endlich einmal auf dem Siegertreppchen zu stehen.
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