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Von Jürgen Kandziora  |  12.08.2010  | Netzcode: 2448309  |  900 Mal gelesen.
Amberg

Er hat das, wovon viele Männer träumen

Herbert Meyers Leidenschaft ist die Kultmarke Porsche - Vor einigen Jahren sogar eine Interessengemeinschaft gegründet

Glückwunsch! Heute feiert Porsche-Fan Herbert
Glückwunsch! Porsche-Fan Herbert Meyer feiert seinen 58. Geburtstag. Hier lehnt der Ebermannsdorfer an seinem 993 S. In den Augen einiger Puristen der letzte "echte" Elfer, weil er noch einen luftgekühlten Boxermotor hat. Der verfügt übrigens über 300 PS - nach einer Leistungssteigerung.
Er ist Baujahr 1952, sein treuer Begleiter Baujahr 1997. Der eine läuft auf zwei Beinen, der andere auf sechs Zylindern. Er heißt Herbert Meyer, sein Gefährte Porsche. Porsche 993 S bitte, so viel Platz für Text muss hier sein. Ein Typ mit mächtig Dampf unter der Haube. Wenn Herbert Meyer über ihn spricht, dann glänzen seine Augen fast wie der Lack der Sportwagen aus dem berühmten Zuffenhausen. Porsche ist ein Teil von Meyers Leben - und sein großes Hobby.

Begonnen hat alles eigentlich schon, als der Ebermannsdorfer 16 Jahre alt war. Bereits in diesem Alter begeisterte er sich für Motorsport. Kaum hatte Herbert Meyer den Führerschein, da legte er sich sein erstes Motorrad zu: eine 500er Mach III. Und mit 19 Jahren leistete er sich einen VW-Porsche. Der 993 S mit seinen leistungsgesteigerten 300 PS, den er jetzt fährt, hat er sich vor einigen Jahren gekauft. Für viel Geld. Geerbt hat es Meyer nicht: "Ich hab' mir das zusammengespart", sagt der 58-Jährige. Und der Porsche-Experte weiß: Die Baureihe, von der auch er ein Exemplar besitzt, verliert kaum an Wert.

Einfach "brutal"



Seinen Porsche bewegt Meyer in der Regel
Der Star des Amberger Porsche-Treffens am
Der Star des Amberger Porsche-Treffens am vergangenen Sonntag war dieser GT 1. Ein echtes Gerät, ein Dampfhammer. Bilder: Petra Hartl
nicht so häufig: "Ich fahr' bloß, wenn ich Lust und Zeit hab', auch, um nicht unnötig Kilometer runterzuschrubben." Wenn's 5000 im Jahr sind, "dann ist's viel". Gibt der Repro-Fachmann Gas, dann tut er das auch mal auf dem Salzburgring. Helm auf, rein ins Cockpit und sich dann mit anderen auf der Rennstrecke messen - das übt auf ihn eine ungeheuere Faszination aus.

"Mit etwas Glück" ist Herbert Meyer dann an die ganz großen Super-Sportwagen gekommen. Des Öfteren bot sich ihm schon die Möglichkeit, in über 650 PS starken Autos mitzufahren. Wie war's? Um das zu beschreiben, reicht dem 58-Jährigen ein Wort: "Brutal." Er erinnert sich: "Das hat mir so manches Mal auch die Grenzen aufgezeigt, zumal wir da nicht auf öffentlichen Straßen unterwegs waren."

Abflug immer möglich



An seinem Porsche liebt Meyer das Fahrgefühl, das er "real rau" nennt. Bei neueren Modellen ändere sich das jedoch zusehends. Dem Fahrer werde dabei schon allein durch die vielen elektronischen Fahrhilfen mehr Sicherheit gegeben - "was aber noch lange nicht vor einem Abflug schützt", wie Herbert Meyer warnt.
Am Wochenende beim Porsche-Treffen: Auch
Am Wochenende beim Porsche-Treffen: Auch Lamborghini ist hier erlaubt, Rückwärtsfahren damit aber ein Problem, weil die Sicht nach hinten gleich null ist.
An seinem 993 S lobt er die hochwertige Verarbeitung, die Leistungsstärke, die Zuverlässigkeit, die Standfestigkeit. Heckmotor und -antrieb garantierten beste Traktion. Andere Sportwagen müssten weit mehr Leitung aufbringen, um mit einem Porsche konkurrieren zu können.
In zwei Jahren wird Meyer 60. Zu diesem Geburtstag wünscht er sich doch sicherlich ein neues Porsche-Erlebnis. Falsch. Der Herbert will wieder auf die Rennstrecke - mit seiner 180 PS starken Honda 1000 RR.

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