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Angemerkt
Traurige
Wahrheit
Am letzten Schultag ein Bierchen oder zwei, nach der Entlassfeier darf's auch gerne mal ein Sechserpack sein - das hat es in Amberg schon immer gegeben und wird sich auch in Zukunft nicht verhindern lassen. Doch daran stört sich die Polizei gar nicht so sehr. Sie hat vielmehr allen Erwachsenen den Kampf angesagt, die Minderjährige mit Schnaps und anderen hochprozentigen Getränken versorgen.
Die Politik wollte schon vor etwas mehr als einem Jahr zur Hilfe eilen. Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) forderte den Einsatz junger Testkäufer, um Supermärkte und Tankstellen zu überführen, die sich nicht an den Jugendschutz halten. Dieser Vorstoß war und ist aber viel zu kurzsichtig gedacht.
Die Amberger Realität hat gezeigt, dass die Zwölfjährige, die sich in der vergangenen Woche nach 21 Uhr vor dem Bahnhof mit über einem Promille Alkohol im Blut aufhielt, ihren "Stoff" nicht selbst gekauft hat. Oft sind es volljährige Bekannte und manchmal auch Wildfremde, die von Kindern darum gebeten werden, ihnen eine Flasche Wodka mitzubringen.
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