Von (sta/san) |
10.08.2010
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Amberg
Drahthammer-Wehr wird zur Falle
Tragisches Ende einer Bootstour auf der Vils: Israeli im Strudel unter Wasser gedrückt
Das Drahthammerwehr wurde für eine Bootsbesatzung aus Israel gestern Nachmittag zur tragischen Falle. Nach dem Durchqueren der Steilstufe kenterte ihr Kanu. Während sich eine 16-jährige Schülerin selbst retten konnte, wurde ihr 25-jähriger Begleiter in einem Strudel mehrfach unter Wasser gedrückt. Bild: Gerhard Franz
(sta/san) Am Sonntag waren 16 junge Israelis von ihren deutschen Partnern vom Ammerthaler Modiin-Verein noch hoffnungsvoll empfangen worden. Gestern Nachmittag aber wich die Freude blankem Entsetzen: Bei einer Kanutour auf der Vils kenterte ein mit zwei jungen Leuten besetztes Boot beim Drahthammerwehr in Amberg. Ein Israeli wurde dabei vom Sog der Strömung unter Wasser gedrückt. Er musste nach seiner Bergung reanimiert werden. Die Polizei bezeichnete den Zustand des 25-jährigen, der nach dem Unglück in das Amberger Klinikum gebracht wurde, als kritisch.
Am Vormittag war die 29-köpfige Reisegruppe von Hahnbach aus aufgebrochen, um die Vils flussabwärts bis nach Amberg zu erkunden. Dies war nach der Ankunft der Modiin-Delegation am Sonntag auf dem Flughafen in München der erste Programmpunkt des vom Ammerthaler Förderverein ausgearbeiteten Ferienprogrammes. 14 Boote machten sich auf diese Reise auf der Vils. 13 deutsche Schüler aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und 16 israelische Austauschschüler und ihre Betreuer saßen in den Kanus.
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Amberg
Drahthammer-Wehr wird zur Falle
Tragisches Ende einer Bootstour auf der Vils: Israeli im Strudel unter Wasser gedrückt
Mitfahrerin kann sich retten
Beim Drahthammerschlössl sollten die Begleitfahrzeuge die Truppe wieder aufnehmen, denn für den Abend waren in Viehberg Kräuterpizzas vorbereitet. Doch ausgerechnet am Endpunkt der Bootspartie ereignete sich gegen 17 Uhr das tragische Unglück.
Zwei Boote wollten nach Auskunft der Polizei noch das an dieser Stelle zehn Meter breite Überfallwehr überwinden. Während das erste Kanu die etwa einen Meter hohe Steilstufe meisterte, kenterte das zweite. Ein 25-jähriger israelischer Betreuer geriet dabei in einen Strudel der durch die Regenfälle der letzten Tagen mehr Wasser als üblich führenden Vils. Mehrfach wurde der Mann unter die Wasseroberfläche gedrückt, ehe er von einem Gruppenteilnehmer leblos aus dem Fluss gezogen wurde. Nach der Reanimation wurde der 25-jährige in das Amberger Klinikum gebracht. Glück hatte seine 16-jährige Mitfahrerin. Die israelische Schülerin konnte sich nach dem Unfall selbst ans Ufer retten.
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Amberg
Drahthammer-Wehr wird zur Falle
Tragisches Ende einer Bootstour auf der Vils: Israeli im Strudel unter Wasser gedrückt
Die Jugendgruppe begab sich nach dem Unfall in ihre Quartiere im Landkreis, wo Mitarbeiter der Krisenintervention die weitere Betreuung übernahmen. Zur seelsorgerischen Betreuung wurde auch ein Rabbiner zugezogen. Die Ermittlungen hat die Amberger Kriminalpolizei übernommen. Das gekenterte Kanu wurde sichergestellt.
Gerhard Doerfler, eine der Triebfedern des Jugendaustausches des "Vereins zur Förderung der Partnerschaft Ammerthal-Modiin", besuchte den Verunglückten noch am Abend im Klinikum. "Das alles ist so furchtbar. Wir hoffen, dass es gut ausgeht", so seine erste schockierte Reaktion.
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13-köpfige Gruppe aus Modiin kehrt nach Tod ihres Betreuers vorzeitig zurück nach Israel
Zwei Tage nach dem Tod ihres Betreuers, der nach dem tragischen Bootsunglück am Freitag im Klinikum verstorben war, kehrte die 13-köpfige Jugendgruppe gestern nach Israel zurück. Am Freitagabend, acht Stunden nach dem Tod des 25-Jährigen, hatten die Jugendlichen die traurige Wahrheit erfahren. mehr...
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13-köpfige Gruppe aus Modiin kehrt nach Tod ihres Betreuers vorzeitig zurück nach Israel
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