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Von Alexander Pausch  |  10.08.2010  | Netzcode: 2445476  |  119 Mal gelesen.

Auch Uran ist ein endlicher Brennstoff

Kommentar von Alexander Pausch

Zuletzt schien sich für die Atomlobby alles recht gut zu entwickeln. Die schwarz-gelbe Koalition zeigt sich willig, die Atomkraftwerke in Deutschland deutlich länger laufen zu lassen. Der von der rot-grünen Vorgängerregierung eingetütete Atomausstieg scheint Geschichte.

Doch nun fliegen der Atomlobby ausgerechnet aus Brüssel Knüppel in den Lauf. Denn während die Energiewirtschaft weiterhin pokert und darauf drängt, die Kernkraftwerke hierzulande noch ein, zwei oder gar mehr Jahrzehnte laufen zu lassen, kommen von der europäischen Kontrollbehörde ESA (Euratom Supply Agency) Zahlen, die das ganze Konzept der Energieerzeugung mittels Uranbrennstoffen infrage stellen.

Glaubt man den Berechnungen der EU-Behörde, so fehlt es bereits in einem Jahrzehnt an ausreichend Uran, um alle Atommeiler zu betreiben. Sollte dies zutreffen, würden alle Träume der deutschen Energiekonzerne von gewinnbringenden Laufzeitverlängerungen der Atommeiler platzen.

Nun mögen Atombefürworter darauf verweisen, dass Prognosen bekanntlich unsicher sind, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Doch auch sie können nicht die Augen davor verschließen, dass auch Uran ein endlicher Brennstoff ist.


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