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Von Alexander Pausch  |  06.08.2010  | Netzcode: 2441261  |  130 Mal gelesen.

Ausbildungsmarkt liefert keinen Anlass für Euphorie

Kommentar von Alexander Pausch

Große Auswahl beim Ausbildungsplatz, wie sie Handwerkspräsident Otto Kentzler verspricht, haben Jugendliche bei weitem noch nicht. Denn trotz rückläufiger Schulabgängerzahlen und mehr Lehrstellenangeboten als im Vorjahr, gibt es noch immer 50 Prozent mehr Suchende als freie Stellen.

Strukturprobleme gibt es auch bei der Ausbildungsreife. Die Anforderung an die Vorbildung ist in vielen Ausbildungsberufen deutlich gestiegen und sie wird weiter steigen. Das führt dazu, dass Jugendliche trotz etwa eines Hauptschulabschlusses in etlichen Ausbildungsberufen nicht zum Zug kommen. Ihnen fehlt die Kompetenz, die theoretischen Anforderungen zu erfüllen. Häufig klagen Unternehmen, sie müssten Auszubildende in Rechnen, Lesen und Schreiben schulen. Sie leisten damit ihren Beitrag, das Entstehen eines Fachkräftemangels zu verhindern.

Wenn aber unter den 152 600 Bewerbern fast 60 000 einen Realschulabschluss und mehr als 20 000 Fachschulreife oder Abitur haben, klingen Klagen über Defizite und Facharbeitermangel mehr als unglaubwürdig.


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