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Von Alexander Pausch  |  02.08.2010  | Netzcode: 2435047  |  114 Mal gelesen.

Der Fachkräftemangel hilft in Tarifverhandlungen nicht

Kommentar von Alexander Pausch

Bild zu Artikel Der Fachkräftemangel hilft in Tarifverhandlungen nicht
Fußfessel. Karikatur: Tomicek
Es ist wie immer vor Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaften kündigen mit markigen Worten das Ende der Zurückhaltung an und fordern eine kräftige Lohnerhöhung. Postwendend rufen die Arbeitgeber "Gemach, gemach" und warnen, dass ein zu hohes Lohnplus das Wirtschaftswachstum gefährde. Eine berechtigte Sorge, trotz der jüngsten Milliardengewinne der Dax-Konzerne.

Trotzdem gilt auch in dieser Runde: Die Formel für eine Lohnerhöhung ist altbekannt und vor allem bewährt: Inflationsausgleich plus einen Anteil am Produktivitätsfortschritt. Letzterer kann und sollte in gut verdienenden Branchen deutlich größer ausfallen, auch als Ausgleich für die Lohnzurückhaltung vergangener Jahre.

Arbeitnehmer, die ihre Hoffnungen in den sich abzeichnenden Fachkräftemangel setzen, seien gewarnt. Lohnerhöhungen von mehr als vier Prozent, wie sie das Institut Kiel Economics prognostiziert, werden nur diejenigen Spezialisten realisieren, die gesucht sind. In den Tarifverhandlungen wird die demographische Entwicklung vorerst keine Wirkung entfalten.


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