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Amberg
Mit Tempo und Temperament
"Stefan Grasse Quartett" kommt beim Sommerfestival bestens an - In Bibliothek ausgewichen
Amberg. Vom Amazonas über Argentinien nach Andalusien und zurück über Paris - das "Stefan Grasse Quartett" hat immer Tango, Bossa, Valse musette und Flamenco im Gepäck. Schade nur, dass der Sommerfestival-Abend mit der prickelnden Musik und den unterschiedlichen Musikstilen am Donnerstag kurzerhand in die Stadtbibliothek verlegt werden musste.
Diese sinnlichen Melodien und mitreißenden Rhythmen, die Bossa Novas der Copacabana, die Tangos von Buenos Aires, die Boleros von Havanna, die andalusisch inspirierten Flamenco-Rhythmen und der Tango Nuevo des legendären Astor Piazzolla wären unter einem Sternenhimmel noch schöner gewesen.Von den Wolken verjagt
So aber scheuchte der drohende Regen das Publikum und die Musiker - Stefan Grasse (Gitarre), Bettina Ostermeier (Klarinette, Akkordeon), Tobias Kalisch (Kontrabass) und Axel Dinkelmeyer (Percussion) - unter das schützende Dach. Völlig ungeschützt lieferte sich dort das Auditorium der perfekten Harmonie und höchsten Virtuosität des Quartetts aus. Im gefühlvollen und präzisen Zusammenspiel begeisterten die Vier ausnahmslos. Mit Charme und Hingabe erweckten die Musiker die sinnlichen Melodien und hypnotischen Rhythmen zum Leben.
Mit Wuschelfrisur, einem verträumten Lächeln im Gesicht und beim Spielen geschlossenen Augen, im rosa Hemd unter hellgrauem Anzug präsentierte sich der Meister der Gitarre. Stefan Grasse spielte einfach perfekt. Egal, welche Richtung, welche Melodie, welche Töne, egal, ob sein Instrument getunt und tiefergelegt ist mittels Griffbrett - er beherrscht die Kunst der schwierigsten Griffe. Charmant seine Moderation, verschmitzt seine Anmerkungen.
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