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München
Exporte massiv eingebrochen
Krisenjahr 2009 erwischt Oberpfälzer Industrie voll - Wenig Auswirkungen auf Arbeitsmarkt
München. Das Krisenjahr 2009 hat die Industriebetriebe in der Oberpfalz schwer gebeutelt. Das geht aus dem Industriebericht 2010 hervor, den Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) am Freitag in München vorstellte.
Ihr Umsatz verringerte sich um 17,6 Prozent auf 25,9 Milliarden Euro, während er im bayerischen Durchschnitt nur um 14,5 Prozent auf 273,7 Milliarden Euro abrutschte. Schlimmer als die Oberpfälzer erwischte es nur Schwaben und Unterfranken. Mit minus 22,3 Prozent regelrecht eingebrochen sind die Industrieexporte in der Oberpfalz, während die Inlandsumsätze nur um 13 Prozent geringer ausfielen. Besonders von der Absatzkrise betroffen waren in der Oberpfalz der Maschinenbau und die Elektrotechnik.Die deutlichen Umsatzrückgänge in der Oberpfalz hatten allerdings nur geringe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die Zahl der Industriebeschäftigten sank im Bezirk nur um 3,2 Prozent - der bayernweit niedrigste Rückgang - auf 118 400. Die Oberpfalz behielt so mit 109 Industriearbeitern je 1000 Einwohner ihre Spitzenposition bezüglich der Industriedichte vor Oberfranken (105).
Amberg-Sulzbach hinten
Im bayerischen Durchschnitt fielen 4,2 Prozent der Industriejobs weg. In der Oberpfalz war der Arbeitsplatzabbau regional unterschiedlich hoch. Besonders betroffen war der Landkreis Amberg-Sulzbach, wo 779 der im Vorjahr noch 8776 Industriejobs gestrichen wurden (minus 9,8 Prozent). In der Stadt Amberg fiel die Zahl der Industriearbeiter um 219 auf 7817, in der Stadt Weiden um 101 auf 5072. Der Landkreis Neustadt/WN verzeichnete ein Minus von 504 auf 9165, der Landkreis Tirschenreuth von 375 auf 7927 und der Landkreis Schwandorf von 351 auf 15 998.
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