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Amberg
Überschäumende Spielfreude, diesmal ohne "Zuchtmeister"
Sinfonietta zeigt sich einmal mehr als hervorragend aufeinander eingespieltes Ensemble - Müllers glänzt mit neu geschaffenem Orgelkonzert
"Solokonzerte aus der Barockzeit" hatte das Kammerorchester Sinfonietta sein Sommerkonzert in der Schulkirche überschrieben. Und tatsächlich hatte es auch vier hoch interessante und hörenswerte Stücke dieser Gattung auf dem Programmzettel stehen. Zum Auftakt gab es das Concerto Nr. 3 aus opus 9 von Tomaso Albinoni für zwei Oboen und Streichorchester.Truhen-Orgel problematisch
Die Solopartien übernahmen Fabian Engelhardt und Orchesterchef Bernhard Müllers. Leider waren die beiden Solisten nicht durchgängig gut hörbar. Das "dirigentenlose" Orchester, das mit Verve und Begeisterung aufspielte, übertönte manch verspielte Verzierung und degradierte die Oboen zu Tutti-Instrumenten, die nur einige kleine polyphone Tupfer in ein ansonsten recht homogenes Konzert brachten.
Ebenfalls problematisch war der Einsatz einer kleinen Truhen-Orgel beim d-moll-Konzert von Johann Sebastian Bach. Auch hier trug der Orgelklang nicht durchs ganze Kirchenschiff und ging mehrmals in den orchestralen Harmonien unter, was besonders bedauerlich war, weil man Bernhard Müllers' Arrangements dieses "neu geschaffenen" Konzerts nicht voll würdigen konnte.
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