Potemkinsche Dörfer in Afghanistan
Das Problem in Afghanistan ist weniger, dass westliche Politiker den Einsatz anfangs unterschätzt haben. Das Problem ist, dass viele, auch in Berlin, dies heute noch tun. Nichts zeigt dies deutlicher, als die anhaltenden Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr im Einsatz.Umweltminister Dirk Niebel (FDP) agiert reichlich realitätsfremd. Er will die Hilfswerke dem Militäreinsatz angliedern. Dabei hätte er im Ministerium ausreichend Personal, dass er an den Hindukusch senden könnte. Niebel ist nicht allein. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ignoriert die Lage und behauptet, 2011 könne erstmals Verantwortung an die Afghanen übergeben werden.
Doch im Norden tobt ein Bürgerkrieg zwischen Paschtunen auf der einen und Usbeken sowie Tadschiken auf der anderen Seite. Dessen Auflodern konnte die Bundeswehr nicht verhindern, und sie wird ihn nicht stoppen. Menschenrechte sind wieder ein Fremdwort. Dabei waren diese einst den Menschen am Hindukusch versprochen worden - auch von Berlin.









































































