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München
Note eins für Bildungspolitik
Spaenle lobt dreigliedriges System - Opposition: Mehr Ganztagsangebote
München. Der jüngste Ländervergleich zur Sprachkompetenz der Schüler in Deutschland hat Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) zu einem Loblied auf die bayerische Bildungspolitik animiert. Der Spitzenplatz Bayerns in allen Schularten bestätige eindrucksvoll die Leitlinien der Bildungspolitik, sagte Spaenle in einer Regierungserklärung vor dem Landtag.
"Das differenzierte bayerische Bildungswesen ist herausragend leistungsstark und bietet einen besonderen Chancenreichtum." Von den Ergebnissen bestätigt sah Spaenle die Überlegenheit des dreigliedrigen Schulwesens. Der Ländervergleich sei eine "schallende Ohrfeige für alle Propheten der Einheitsschule".Gleichzeitig kündigte Spaenle an, die Chancen von Kindern aus sozial schwachen oder bildungsfernen Familien weiter erhöhen zu wollen. Hier gebe es auch in Bayern noch Defizite. Schon zum kommenden Schuljahr würden deshalb unter anderem Intensivierungsstunden auch an Haupt- und Realschulen eingerichtet und der Ausbau von Ganztagesangeboten "massiv fortgesetzt".
In das Loblied nicht einstimmen wollte SPD-Bildungsexperte Hans-Ulrich Pfaffmann. Das erfreulich gute Abschneiden der bayerischen Schüler im Bereich Sprachkompetenz tauge nicht "für eine Lobhudelei des gesamten bayerischen Bildungswesens". Das Grundproblem seien weiterhin die regionalen und sozialen Disparitäten bei den Bildungsabschlüssen. Änderungen dort stünden die starre Dreigliedrigkeit und das damit verbundene Aussortieren der Schüler entgegen.
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