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Burschen bringen Festwirt auf illegale Idee
Martin Sterk entsorgt asbesthaltiges Material im Kirwabaum-Loch - Nun Anzeige wegen Umweltgefährdung
Raigering. Das hat es in der 103-jährigen Geschichte des Burschenvereins noch nie gegeben. Aus Sicherheitsgründen entscheiden sich die Kirwa-Verantwortlichen um den Vorsitzenden Robert Koller erstmals dafür, den Baum nicht wie jedes Jahr in ein Erdloch zu hieven, sondern in eine betonierte Fassung. Die brachte am 25. Juni Festwirt Martin Sterk auf eine illegale Idee. Zwischen Außenwand und Erdreich wollte er vor dem Auffüllen des Kraters neun asbesthaltige Eternitplatten entsorgen. Der Brauereibesitzer wurde beobachtet und am 1. Juli folgerichtig angezeigt."Da habe ich wohl Mist gebaut", gibt der 40-Jährige zu, der sich aber nicht bewusst gewesen sei, gegen ein Gesetz zu verstoßen: "Mir war das nicht so klar, dass da eine Gefahr besteht." Polizeisprecher Peter Krämer bestätigt, dass sämtliche Eternitplatten ausnahmslos von Spezialfirmen beseitigt werden müssen: "Die Fasern dürfen sich nicht in der Luft verbreiten." Das belastete Material müsse fachgerecht in Folie verpackt werden. Das Tragen eines Mundschutzes sei dabei Voraussetzung. Doch Sterk habe die Platten "so, wie sie sind" in das große Loch auf dem Festplatz befördert. Als Besitzer des Grundstücks an der Hofmark wähnte sich der Raigeringer im Recht, denn der Faserzement sei "mehr als 25 Jahre lang" die Überdachung der Kirwa-Bar gewesen - ohne jeglichen Schutz: "Da hat keiner was gesagt", klagt Martin Sterk, der in dem von den Burschen geschaufelten Erdloch "eine gute Möglichkeit" sah, das Eternit "günstig zu entsorgen". Doch als plötzlich Polizeibeamte bei ihm klingelten und von einer Anzeige wegen Umweltgefährdung sprachen, "ist mir schon anders geworden".
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