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München
Aalglatter Auftritt
Kärntner Landeshauptmann Dörfler vor dem Landesbank-Ausschuss
München. Der Herr Landeshauptmann sitzt da wie die Unschuld vom Lande. Überrascht über die Vorladung vor den Untersuchungsausschuss zum BayernLB-Desaster sei er gewesen, sagt der Kärntner Regierungschef Gerhard Dörfler. Wo er doch beim Verkauf der Klagenfurter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) an die bayerische Landesbank "nie Spieler" gewesen sei, nur Stellvertreter des damaligen Landeshauptmanns Jörg Haider.
In seine Zuständigkeit mag der Sport gefallen sein, aber doch nicht die Causa HGAA. "Mit der hatte ich gar nichts zu tun, keinerlei Kompetenz, keinerlei Information." Erst im Dezember 2009, als die BayernLB den Mühlstein HGAA für einen Euro an Österreich abgab, sei er zum ersten Mal damit befasst gewesen.Haiders rechte Hand
Bei solchen Aussagen des smart-jovialen Kärntners ziehen die Abgeordneten kollektiv die Augenbrauen hoch. Ausschussvize Harald Güller (SPD) weiß schließlich von einer Kabinettssitzung in Klagenfurt im Mai 2007, in der die Angelegenheit ausführlich unter Beteiligung Dörflers diskutiert wurde. Bekannt ist auch, dass Dörfler und Haider mehr als nur Parteifreunde waren. Und da sollen die beiden nie über den HGAA-Deal geplaudert haben, mit dessen Erlösen Haider seinen Landtagswahlkampf 2007 aufgepeppt und den Erstliga-Fußball zurück nach Kärnten geholt hat? Außerdem hat Dörfler erst im März bei einer Pressekonferenz in München ausführlichst und unter Schmähung der Bayern zur "Causa HGAA" vom Leder gezogen.
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