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Von (tr)  |  15.06.2010  | Netzcode: 2365752  |  236 Mal gelesen.
Münchsgrün

Festbankett für Heusterz-Mücken

Viele Gäste bei Enthüllung der Infotafel - Kiesgrube gehört zu bedeutendsten Geotopen Bayerns

Münchsgrün. (tr) Während Landrat Wolfgang Lippert reichlich Mückenschutz nimmt und damit die ungeschützten Hautstellen einbalsamiert und die anderen Ehrengäste versuchen, die kleinen Quälgeister mit der Hand oder zweckentfremdeten Flyern fern zu halten, beweist Umweltstaatssekretärin Melanie Huml echte Coolness. "Mich stechen die Mücken nicht", sagt sie und lässt sich während der zwei Stunden in der Heusterz in keinster Weise von den winzigen Plagegeistern beeindrucken.

Für die Kriebelmücken, die vom Boden der Kiesgrube im Heusterzbühl aufsteigen, wird dieser Nachmittag zum Bankett. 30 Vertreter aus Politik, Naturschutz, Forst, Landratsamt, Wasserwirtschaftsamt und Landesamt für Umwelt, die während des offiziellen Festaktes mehr oder weniger still herumstehen und sich nicht wehren können - das bekommen sie nicht alle Tage.

Angereist war Melanie Huml am Montag, um das Gütesiegel für das 91. Geotop an die Paten zu überreichen und die entsprechende Schautafel zu enthüllen. Seit Montag wird der Heusterzbühl, eine Kiesgrube südlich von Münchsgrün, in der Bestenliste der 100 schönsten und wichtigsten Geotope Bayerns geführt.

Für die Bayerischen Staatsforsten nahm Betriebsleiter Gerhard Schneider, für den Geopark Bayern-Böhmen, Dr. Andreas Peterek die Urkunde entgegen. Zusammen mit der Staatssekretärin, MdL Tobias Reiß, Landrat Wolfgang Lippert und den Bürgermeistern Roland Grillmeier und Gottfried Staufer enthüllten sie die Schautafel, auf der die geologischen Besonderheiten der Kiesgrube dokumentiert sind. "Geotope wie der Heusterzbühl sind einmalige Zeugnisse der Erdgeschichte. Sie zeigen, wie unsere Erde entstanden ist", so Huml.

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