Von (jr) |
24.05.2010
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Waldsassen
Das Volk Gottes auf der Reise zu Gott
Pilgerweg "Via Porta" feierlich eröffnet - Weg soll Ruhe, Gelassenheit und Nachdenken fördern
Waldsassen. (jr) Genau 333 Kilometer sind es vom thüringischen Volkenroda bis ins stiftländische Waldsassen. Auf dieser "Via Porta" sollen Pilger zur Ruhe, Gelassenheit und zum Nachdenken kommen, wünschte sich Europaabgeordnete Monika Hohlmeier. Äbtissin Laetitia Fech sad "Das Volk Gottes auf der Reise zu Gott".
Äbtissin Laetitia Fech stellte den Ehrengästen im Innenhof des Klosters den neuen Pilgerweg "Via Porta" vor. Pilgern war für sie "unterwegs sein zu einem Ort, der Heil verspricht". Bild: jr
Insgesamt rund 250 Pilger, darunter viele Schüler, erwanderten am Freitag von verschiedenen Etappen aus das Ziel Kloster Waldsassen. Mit dabei auch die Pfarrgemeinde, Gerwigkreis und Stadt, die mit Stadtpfarrer Thomas Vogl von Köllergrün aus, der Gründungsstätte Waldsassen, zum Zielort pilgerten.
In der Klosterkirche hieß Pater Gabriel Lobendanz die Gläubigen willkommen. "Eine Wallfahrt prägt das Miteinander", sagte der Pater. Mit dem neuen Pilgerweg "Via Porta" werde auch nach außen hin sichtbar, "dass die katholische Kirche als pilgernde Kirche unterwegs ist - ganz nach dem Motto, wir sind nie allein." Abschließend überreichte Äbtissin Laetitia Fech jedem Pilger persönlich eine Pilgerplakette.
Ludwig Spreitzer hieß beim anschließenden Festakt im Klosterinnenhof zahlreiche Gäste willkommen. Spreitzer zitierte einen alten Buchtitel. "Das Leben ist ein Pilgerweg" lasse sich auch auf den neuen Pilgerweg übertragen. Der ökumenische Pilgerweg von Volkenroda nach Waldsassen wurde am 2. Mai in Thüringen eröffnet. "In Waldsassen wird er nun vollendet." Das Besondere dabei war für den Sprecher, dass der Start in einem evangelischen Kloster sei, das Ziel aber in einem katholischen. "Der ökumenische Gedanke wird hier gelebt.".
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Das Volk Gottes auf der Reise zu Gott
Pilgerweg "Via Porta" feierlich eröffnet - Weg soll Ruhe, Gelassenheit und Nachdenken fördern
Äbtissin Laetitia Fech meinte, "Pilgern bedeutet, miteinander gemeinsam religiös unterwegs sein, zu einem Ort, der Heil verspricht". Auch sie sprach von gelebter Ökumene, zwischen Klöstern beider Konfessionen, zwischen Ost und West. Das Unterwegssein nannte sie ein Symbol. "Auch Jesus Christus befand sich zeitlebens auf Pilgerfahrt."
MdL Tobias Reiß, der in Vertretung von Europaministerin Emilia Müller die Festansprache hielt, erinnerte an das Pilgern, das bereits im Mittelalter zu einem Phänomen wurde. Vom einfachen Mann bis hin zum König, habe fast jeder einmal im Leben eine Pilgerfahrt unternommen. Reiß sah im neuen Pilgerweg gar die Verwirklichung eines europäischen Gedankens und zeigte sich überzeugt, dass die Menschen auf der Suche nach Sinn und Glauben immer mehr zur Glaubenserfahrung des Pilgerns zurückkehren.
"Via Porta ist ein wahrhaft ökumenisches Projekt, ein Zeichen sichtbarer praktizierter Ökumene." Gleichzeitig hob der Abgeordnete den Pilgerweg als klaren Beleg dafür hervor, dass christliche Kultur ein Standortfaktor für die Region sei.
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Waldsassen
Das Volk Gottes auf der Reise zu Gott
Pilgerweg "Via Porta" feierlich eröffnet - Weg soll Ruhe, Gelassenheit und Nachdenken fördern
Europaabgeordnete Monika Hohlmeier, die einige Kilometer mit einer fränkischen Pilgergruppe gewandert kam, nannte das Pilgern eine gute Möglichkeit zur Begegnung. "Menschen, die Halt suchen, finden hier die innere Ruhe", zeigte sie sich überzeugt. Regionaldekan Monsignore Johann Schober überbrachte die Grüße von Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller und nannte Pilgerwege Wege der Hoffnung.
Stadtpfarrer Thomas Vogl meinte humorvoll, angesichts der vielen Wallfahrten an Pfingsten: "Der Heilige Geist macht Beine." Den Pilgern wünschte er den Schwung des heiligen Geistes. Pfarrer Ulrich Gruber sah die Gemeinden und die Kirchen als wanderndes Gottesvolk. Ein herzliches "Grüß Gott" aus Volkenroda entbot Ulrike Köhler von der dortigen Jesus-Bruderschaft. "Uns verbindet der Beine machende Heilige Geist."
Stellvertretender Landrat Franz Stahl und Bürgermeister Bernd Sommer sahen das Pilgern als eine Chance für das Stiftland.
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