Von Thomas Kosarew |
22.05.2010
| Netzcode: 2333126 | 99 Mal gelesen.
Auch finanziell
Kommentar von Thomas Kosarew
ein Monstrum
Die laute Kritik am dreispurigen Ausbau der Bundesstraße 85 ist nicht neu. Schon im Herbst vergangenen Jahres redete sich SPD-Stadtrat Dieter Amann in Rage und sprach von einer planerischen Sünde: "Man denkt, man kommt auf einen Truppenübungsplatz."
Leitender Baudirektor Hermann Gläser ging damals gelassen mit den Beschwerden um: "Damit können wir gut leben. Da stehen wir drüber." Doch seit dieser Woche ist eine neue Dimension erreicht. Die Stadt Amberg muss mehr als eine Million Euro beisteuern, ohne bei der Bewilligung der Maßnahme auch nur ein einziges Wörtchen mitgeredet haben zu dürfen. Doch genau das wäre sinnvoll gewesen.
Die Kosten sind seit dem Ausbaubeginn explodiert und haben sich verdoppelt. Statt etwas mehr als 500 000 Euro ist nun über eine Million zu zahlen. Diese Nachricht erreicht das Baureferat und die Kämmerei ausgerechnet in einem Jahr, in dem Amberg mehr als 9,1 Millionen Euro aufnehmen muss, um die Folgen der weltweiten Krise einigermaßen zu überstehen.
Von Thomas Kosarew |
22.05.2010
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Auch finanziell
Kommentar von Thomas Kosarew
Wenn die Verantwortlichen beim Staatlichen Bauamt und in der Staatsregierung schon rechtskonform über die Köpfe der Kommunen hinweg Baustellen-Monstren genehmigen, dann sollten sie auch fair sein. Sie sollten Städten wie Amberg die Möglichkeit bieten, die Modalitäten für die Finanzierung etwas großzügiger zu gestalten, als es in der Vergangenheit der Fall war. Unabhängig von der Frage, ob der Ausbau vielleicht des Guten etwas zu viel sein könnte.
Im Blickpunkt
Volksentscheid
kostet 45 000 Euro
Amberg. (tk) Der Volksentscheid "Für echten Nichtraucherschutz" kostet die Stadt Amberg 45 000 Euro. Diese Zahl nannte Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer am Donnerstag im Hauptausschuss. Nach dem erfolgreichen Volksbegehren Ende vergangenen Jahres entscheiden alle Bayern am Sonntag, 4. Juli, darüber, ob das Rauchen auch in Festzelten, Einraumkneipen und Sportheimen verboten werden soll.
In den 45 000 Euro, die die Stadt zu zahlen hat, sind auch 1000 Euro für Fortbildungen und 500 Euro für Dienstreisen von Mitarbeitern enthalten, die mit der Organisation des Volksentscheids in Amberg betraut sind.
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