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Von Monika Angerer  |  20.05.2010  | Netzcode: 2331128  |  214 Mal gelesen.

Skifahren im Bikini

Monte Kaolino: Wachstumsstopp wegen Quarzsand-Hype

Sommerliche Sandboard-Lady.
Sommerliche Sandboard-Lady.
Sechzig Prozent der Kaolinproduktion gehen in die Papierindustrie. Je mehr Papier glänzt, umso mehr Kaolin ist darin enthalten", erklärt Hermann Falk von der Touristeninformation in Hirschau.

Die Amberger Kaolinwerke können auf eine beeindruckende Firmengeschichte von über 125 Jahre zurück blicken - schon seit 1884 wird in Hirschau Kaolin abgebaut. "In dem Erdvorkommen hier ist Kaolin enthalten, Feldspat und Quarz. Nur das Kaolin wurde für die Industrie verwendet, der Quarzsand als Abfallprodukt angesehen, herausgewaschen und zu diesem Berg aufgeschüttet, unserem heutigen ,Monte Kaolino'," erzählt Falk.

Der Sandberg aus dem übrig gebliebenen Quarzsand wuchs im Laufe der Zeit zu der stattlichen Höhe von 120 Metern heran. Inzwischen wird freilich auch der Quarzsand abgebaut, den man beispielsweise für die Verfüllung von Pflasterwegen verwendet: "Weil auch der Quarzsand verkauft wird, wächst der Monte Kaolino in Zukunft nicht mehr, ", so Falk. "Er wird hauptsächlich in der Glasindustrie verwendet und für die Herstellung von Lithiumzellen oder von Beton gebraucht."

Inzwischen ist der 120 Meter hohe Quarzsandberg mit der 250 Meter langen Abfahrt eine top-touristische Attraktion in der Oberpfalz: "Auf ihm kann man im Sommer Ski fahren", lacht der Hirschauer Tourismuschef, "also auch im Bikini, wenn man will".

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