Von Monika Angerer |
20.05.2010
| Netzcode: 2331126 | 158 Mal gelesen.
Quicklebendige Goldene Straße en miniature
AOVE-Geschäftsführerin Waltraut Lobenhofer schafft lebendige Kultur am Handelsweg Karls IV.
Macht nichts, wenn"s in den Ferien regnet. In der Kreativwerkstatt der AOVE, die die Ausstellungen in der Burg Dagestein mit einem Kinderprogramm begleitet, ist schlechtes Wetter beim Akanthus-Schnitzen schnell vergessen. Altäre mit Ornamenten in Form von Akanthusblättern gibt es entlang der Goldenen Straße auffällig häufig. Bild: Hartl
Wir haben im Rahmen der AOVE auch die touristische Vermarktung unserer Region im Blick und in diesem Zusammenhang natürlich auch die Goldene Straße", sagt AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer.
Schließlich schlängelt sich die Goldene Straße mitten durch das Gebiet der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE) mit den neun Gemeinden Edelsfeld, Freudenberg, Freihung, Gebenbach, Hahnbach, Hirschau, Poppenricht, Schnaittenbach und Vilseck. "2003 haben wir zunächst begonnen, eine Bestandsaufnahme aller kulturhistorischen Güter zu erstellen", erklärt Lobenhofer. "Danach haben wir verschiedene Führungen konzipiert und eine Qualifizierung für Kulturführer angeboten. Diese speziell geschulten Führer halten jetzt mit Unterstützung der verschiedenen Ortsheimatpfleger die Führungen", schildert die Geschäftsführerin. Von März bis Oktober finden regelmäßig an den Wochenenden Führungen statt, die für Gruppen in Paketen oder individuell kombinierbar gebucht werden können.
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AOVE-Geschäftsführerin Waltraut Lobenhofer schafft lebendige Kultur am Handelsweg Karls IV.
Die engagierten Vilstaler tragen mit ihrem Angebot an Erlebnisreisen im Rahmen der Themenkreise Kultur und Tourismus ganz erheblich zur Qualitätssteigerung des regionalen Tourismus bei. "Wir versuchen die historische Goldene Straße regional runterzubrechen und gleichzeitig überregional zu vermarkten", so die AOVE-Geschäftsführerin. Die AOVE, versucht, die Marke "Goldene Straße" im regionalen Bewusstsein zu verankern: "Wir stimmen unsere Aktivitäten mit den Gebietskörperschaften entlang der Goldenen Straße ab."
Kontakte von Prag-Nürnberg
Im Laufe der Jahre sei die AOVE mit fast allen Akteuren zwischen Nürnberg und Prag schon mal auf Tuchfühlung gegangen. "Wir sitzen oft mit Vertretern von Orten auf der tschechischen Seite zusammen und beraten, wie wir das Thema Goldene Straße weiterbringen können - etwa auch im Rahmen der Regionalentwicklung Goldene Straße in Tachov".
Auch auf der tschechischen Seite wurde der historisch verbindende Weg inzwischen ins Repertoire aufgenommen. Dort beschäftigten sich vor allem so genannte Mikroregionen mit dem Thema. "Wir organisierten 2007 im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung in Vilseck eine Ausstellung zum Thema '1000 Jahre Nachbarschaft in Bayern und Böhmen'." Für die daraus resultierende Wanderausstellung trugen die Initiatoren aus dem ganzen ostbayerischen Raum Exponate zusammen.
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AOVE-Geschäftsführerin Waltraut Lobenhofer schafft lebendige Kultur am Handelsweg Karls IV.
Nicht die Exponate selbst, aber immerhin die Tafeln dieser Ausstellung waren seit Ende 2007 zwischen Lauf und Prag an circa 15 Orten zu besichtigen. "Das Feedback zu der dreisprachig konzipierten Wanderausstellung war durchweg positiv", freut sich Waltraud Lobenhofer über den Erfolg der Veranstaltung - einer von vielen der äußerst aktiven AOVE-Chefin.
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