Mittelfränkische Slowcity
Hersbrucker Altstadtidyll verdankte mittelalterlichen Bauboom der Goldenen Straße
In den hochgiebeligen Häusern am Markt trockneten die Handelsfamilien im Dachboden ihren Hopfen, der durch Aufzugsgauben ins Innere gehievt wurde. Am Ende des Platzes wacht das Nürnberger Tor seit 1444 darüber, dass nur wohlmeinende Besucher die Stadt betreten. Das Fachwerkhaus Eisenhüttlein 7 birgt Deutschlands einziges Hirtenmuseum. Kurios der Gänsturm im Untermühlweg 21: 1801 wurde ein Wasserturm bis auf fünf Meter abgetragen, quadratisch ummantelt und mit Fachwerkhäuschen gekrönt. Reste der Stadtbesfestigung mit begehbarem Wehrgang findet man im Mauerweg, wo im Haus Nr. 7 das Gefängnisverlies zu besichtigen ist. Im Wildzirkelturm, Mauerweg 17, ist die Dokumentationsstätte KZ Hersbruck untergebracht.
Im Hohenstädter Tor (1425) zeigt das Kunstmuseum zeitgenössische Malerei und Skulptur. Wahrzeichen der Stadt ist das Wassertor (1601/02). Der Verein "Heimat auf'n Teller" verwirklicht u.a. im Hotel-Restaurant Bauer, Martin-Luther-Straße 16, Tel. 09151/8 18 80, das Slow-Food-Konzept.
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