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Von Jürgen Herda  |  20.05.2010  | Netzcode: 2331116  |  126 Mal gelesen.

Erz und Hammerschlösser

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Sulzbach ist stolz auf seine eherne Tradition.
Sulzbach ist stolz auf seine eherne Tradition. Bilder: Herda (2)
Als Ruhrgebiet des Hochmittelalters und der frühen Neuzeit wird die Oberpfalz tituliert und als Zentrum des Erz-, Zinn- und Silberabbaus bis zum 16. Jahrhundert galt sie als eines der einträglichsten Fürstentümer in Amberg, Auerbach und Sulzbach-Rosenberg, wo die Maxhütte bis 2002 Familien ernährte.

Besonders als Hauptstadt Neuböhmens erlebte letztere unter Karl IV. einen gewaltigen Aufschwung. Er erlaubte seinen Bürgern im Sulzbacher Land - vom Böhmerwald bis an die Stadttore Nürnbergs - Eisenerz zu fördern. Die dünn besiedelte Oberpfalz verfügte über den notwendigen Rohstoff Holz und die Energiequelle Wasser, um die Montanindustrie zu befeuern. Zahlreiche Hammermühlen und -schlösser entstanden, bis im 14. Jahrhundert die ersten Eisenhämmer wieder stillgelegt werden mussten: Der Raubbau im Wald ließ den Brennstoff knapp werden, der natürliche Eichen- und Buchenwald wurde durch schnell nachwachsendes Nadelholz ersetzt.

Die Landwirte setzten sich im Bauernkrieg von 1525 vergeblich gegen das Verbot weiterer Holzeinschläge zur Wehr. Auch in Westböhmen förderten Bergleute wertvolle Metalle. Besonders Silber, das der Stadt Stríbro/Mies ihren tschechischen Namen verlieh, machte Reich und König reich.
Schachtanlage Leonie bei Auerbach.
Schachtanlage Leonie bei Auerbach.


Die Entdeckung neuer Rohstoffquellen und Technologien im 16. Jahrhundert sowie Hussitenstürme und der Dreißigjährige Krieg markierten das Ende der glänzenden Ära.

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