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Von Maria von Stern  |  20.05.2010  | Netzcode: 2331040  |  205 Mal gelesen.

"Das Projekt Goldene Straße überzeugt mich"

Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch: Guter europäischer Ansatz für von Weltkriegen und Kaltem Krieg zerrissene Region

Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, ist in München geboren, hat dort ihre Kinder groß gezogen und ist selbst eine Weltbürgerin.

Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in
Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch. Bild: Ikg
Frau Präsidentin, was ist Ihr Bild als weit gereistes "Münchner Kindl" von der Oberpfalz?

Charlotte Knobloch: In der Oberpfalz gibt es zahlreiche Spuren jüdischen Lebens und einige jüdische Gemeinden wie Amberg, Weiden und Regensburg mit seiner langen Geschichte. Dort war die erste jüdische Gemeinde in Bayern, wo erstmals im Jahre 981 jüdische Bürger Jahr urkundlich erwähnt wurden. Die jüdische Gemeinde Regensburg war im Mittelalter eine der bedeutendsten in Europa.

Was fällt Ihnen zum Stichwort "Goldene Straße" ein?

Charlotte Knobloch: Die Goldene Straße war seit dem Spätmittelalter der wichtigste Handelsweg zwischen Nürnberg und Prag. Woher der Name kommt, ist bekanntlich umstritten. Möglicherweise ist es eine Anspielung auf das "goldene" Prag. Das Projekt Goldene Straße überzeugt mich. Es ist ein guter europäischer Ansatz, die Goldene Straße, die von Weltkriegen und dem Kalten Krieg zerrissen wurde, wiederzubeleben.

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