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Angemerkt
Schluss mit den Klischees
Griechenland ist nahezu pleite und benötigt dringend Hilfe von seinen Partnern aus der EU. Die aktuelle Krise und die milliardenschwere Unterstützung der Deutschen erhitzen auch in Amberg die Gemüter. Nicht selten ist das Argument zu hören, dass sich die Griechen ihre Suppe selbst eingebrockt haben und sie deswegen allein auslöffeln müssten. Das gab zuletzt sogar Schriftsteller Patros Markaris in einem Interview mit der Internet-Ausgabe der "Welt" zu.
Die drohende Pleite hat zwangsläufig viele Vorurteile ans Tageslicht befördert. Die Hellenen seien faul, korrupt und nur auf ihren persönlichen Vorteil bedacht. Wer so denkt, hat nicht im Ansatz verstanden, worum es in diesen Tagen geht. Griechenland ist nicht das Land der kleinen schnauzbärtigen Männer, die vor lauter Ouzo, Sirtaki und Vetternwirtschaft nur darauf warten, dass ihnen schnellstmöglich geholfen wird.
Fakt ist: Griechenland ist als Absatzmarkt zu groß, um sich selbst überlassen zu bleiben. Das gilt im Übrigen auch für die ebenfalls angeschlagenen Italiener, Spanier und Portugiesen. Je schneller sie finanziell wieder auf soliden Beinen stehen, desto besser geht es der europäischen Wirtschaft und damit auch Amberg. Die Verantwortlichen von Grammer, Siemens, Deprag und der Luitpoldhütte werden das jederzeit bestätigen können.
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