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Von Alexander Pausch  |  26.04.2010  | Netzcode: 2292012  |  3245 Mal gelesen.
Flossenbürg

Mahnung für künftige Generationen

Gedenkakt zur Erinnerung an Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg vor 65 Jahren

Flossenbürg. Mit einem feierlichen Gedenkakt haben am Sonntag Überlebende, Angehörige von Opfern und Politiker an den 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg (Kreis Neustadt/WN) durch amerikanische Truppen erinnert. Die Reden waren geprägt von dem Wunsch und der Hoffnung, dass die Jugend die Erinnerung bewahren möge.

Trauermarsch ins "Tal des Todes"  Zum Abschluss
Trauermarsch ins "Tal des Todes" Zum Abschluss des Gedenkaktes am Sonntag zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationlagers Flossenbürg (Kreis Neustadt/WN) vor 65 Jahren versammelten sich Überlebende, Angehörige von Opfern, Diplomaten und Politiker, unter ihnen Innenminister Joachim Herrman (CSU, rechts), im "Tal des Todes", um Kränze in Erinnerung an die Todesopfer des Konzentrationslagers Flossenbürg niederzulegen. (Seite 3) Bild: tr
"Ich zähle zu den ,Kindern des Holocaust', da ich 1939 nur 13 Jahre alt war", sagte der ehemalige Häftling Dr. Leon Weintraub in seiner bewegenden Ansprache. "Somit gehöre ich mit meinen 84 Jahren zu den jüngeren unter den Überlebenden." Er verwies darauf, dass es in "absehbarer Zeit kaum noch Augenzeugen" geben werde. Deshalb sei diese Gedenkstätte so wichtig, auch als "Mahnmal und Lehrstätte für künftige Generationen".

Fünf Jugendliche, die an der internationalen Jugendbegegnung mit Teilnehmern aus Deutschland, Israel, Belgien, Polen und Tschechien teilgenommen hatten, bedankten sich bei den Überlebenden für die "offenen Gespräche". Sie wandten sich nacheinander in den Sprachen Englisch, Hebräisch, Arabisch, Deutsch, Tschechisch, Polnisch und Französisch an die rund 500 Gäste. Sie versprachen nicht nur das Gedenken zu wahren, sondern betonten auch: "Wir alle teilen ein Ziel: Wir wollen eine Welt ohne Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus schaffen."

Rund 60 Überlebende waren diesmal nach Flossenbürg gekommen, allerdings mussten einige wegen der Luftraumsperrung oder aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben. Sie begrüßte Gedenkstädten-Leiter Jörg Skriebeleit an den Fernsehgeräten in England, Belgien und Israel ebenso wie die Gäste in der ehemaligen Lagerküche zur "zahlenmäßig größten und bedeutendsten Gedenkveranstaltung, die je in Flossenbürg stattgefunden hat".

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