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Neunburg vorm Wald
"Wichtiger Punkt im Gedächtnis"
Überlebende der Todesmärsche am KZ-Friedhof - Drei Gedenktafeln beleuchten Hintergründe
Neunburg vorm Wald. (mp) Als Ort der Erinnerung und Gedenkstätte an die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs, besitzt der KZ-Friedhof auf dem Plattenberg besondere Bedeutung. Seit gestern erfahren Besucher auf drei Infotafeln die Geschichte und Hintergründe der Anlage. Zur Einweihung waren auch Überlebende der Todesmärsche nach Neunburg gekommen.
Zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg hatten sich die ehemaligen Häftlinge, die heute unter anderem in Belgien, Großbritannien und den USA zu Hause sind, auf Spurensuche gemacht. Unter anderem konnten sie vom Bus aus einen Blick aufs Kloster der Armen Schulschwestern werfen: Einige der Frauen und Männer, die den Todesmarsch überlebt hatten, waren hier von den Ordensfrauen gepflegt worden.Auf dem Gelände des KZ-Friedhofs hieß Ulrich Fritz, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gedenkstätte Flossenbürg, die Frauen und Männer willkommen. Fritz erinnerte daran, dass das Grauen für sie vor 65 Jahren ein Ende gehabt habe. Der Umstand, dass die Überlebenden heute aus der ganzen Welt angereist seien, zeige, "dass auch kleine Orte wie Neunburg ein wichtiger Punkt im Gedächtnis vieler Menschen sein können". Sein Gruß galt aber auch mehreren Neunburgern, die an der Einweihung teilnahmen sowie einer Schülergruppe des Ortenburg-Gymnasiums aus Oberviechtach. Er forderte auf, gegenseitig ins Gespräch zu kommen, um die Erinnerung zu erhalten.
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