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München
Mission Rückzahlung
Neuer Chef der BayernLB soll für den Freistaat Geld eintreiben
München. Als Horst Seehofer das letzte Mal gemeinsam mit seinem Finanzminister Georg Fahrenschon und einem Vorstandschef der BayernLB vor die Presse trat, war der Ministerpräsident bedient. Seehofer war frisch vereidigt, und aus der Landesbank kamen fast täglich neue Hiobsbotschaften, deren Kosten seine Pläne für das künftige Bayern Stück für Stück zerbröseln ließen.
Am liebsten hätte er den damaligen Vorstandschef Michael Kemmer sofort gefeuert, doch die noch zur Hälfte an der Bank beteiligten Sparkassen stellten sich quer und die Mitarbeiter gingen für Kemmer auf die Straße. So blieb Seehofer nur, das Wutschnauben zu unterdrücken und die Fäuste in der Hosentasche zu ballen.500 000 Euro Gehalt
An diesem Vormittag kommt nun ein ganz anderer Horst Seehofer an der Seite Fahrenschons und eines Landesbank-Chefs daher geschlendert. Gerd Häusler heißt der Mann, hat seinen ersten Arbeitstag und ist Seehofers Erfindung. Er sei an Häuslers Berufung "nicht ganz unbeteiligt" gewesen, kokettiert Seehofer mit dem Stolz, den Coup gelandet zu haben, einen Spitzenmann aus der Finanzwelt für in diesen Kreisen eher bescheidene 500 000 Euro Jahresgehalt bekommen zu haben. Der Regierungschef ist bestens gelaunt, sieht er doch mit dem Amtsantritt des "international renommierten Finanzfachmanns" ein neues Kapitel bei der Landesbank beginnen.
Von Häusler erwartet sich Seehofer genau zwei Dinge: Er soll die Rentabilität der Bank so weit steigern, dass sich der Freistaat als Eigentümer zurückziehen kann, "sobald dies wirtschaftlich und fiskalisch vertretbar ist". Und Häusler soll so viel wie möglich von den zehn Milliarden Euro zurückzahlen, die der Freistaat Ende 2008 zu ihrer Rettung in die Bank gepumpt hat. Im Gegenzug verspricht der Regierungschef dafür zu sorgen, dass die Landesbank künftig "politikfreier wirtschaften" kann.
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