Von Alexander Pausch |
13.04.2010
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Erbendorf
Erbendorfer Pfarrer unter Verdacht
Wegen mutmaßlicher Übergriffe auf Schülerinnen beurlaubt - Staatsanwalt ermittelt
Erbendorf. Das Bistum Regensburg hat den Stadtpfarrer von Erbendorf (Kreis Tirschenreuth) wegen Missbrauchsvorwürfen beurlaubt. Dem 58-jährigen Geistlichen wird zur Last gelegt, Schülerinnen in der Schule unsittlich berührt zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. "Es gibt Vorwürfe, wonach er mehrere Mädchen unsittlich berührt haben soll", sagte der Weidener Leitende Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer auf Anfrage unserer Zeitung. Die Behörde ermittle derzeit, ob es zu Berührungen gekommen ist, wie massiv diese waren und ob diese als sexuell bezogen eingestuft werden müssten. Die Mädchen sind im Alter von neun Jahren. Hinweise, dass es auch außerhalb des Unterrichts Vorkommnisse gegeben haben könnte, gibt es bislang nicht. Die Ermittlungen laufen seit der zweiten Märzhälfte.
Ins Blickfeld der Öffentlichkeit ist über Nacht die Erbendorfer Pfarrei Mariä Himmelfahrt gerückt. Ihr Stadtpfarrer muss sich Missbrauchsvorwürfen stellen, das Bistum hat ihn am Samstag "vorübergehend vom pfarrlichen Dienst suspendiert". Bild: Archiv
Das Bistum Regensburg teilte am Montag mit, eine Mutter beschuldige den Geistlichen, er habe "ihre Tochter in der Schule unter der Kleidung am Rücken berührt". Der 58-Jährige unterrichtete an der Volksschule in Erbendorf katholische Religionslehre. Eltern hatten den Schulleiter über den Vorfall informiert. Der Pfarrer wurde durch die staatliche Schulverwaltung vom Schuldienst beurlaubt. Die Diözese bestätigte die Entscheidung und informierte die Staatsanwaltschaft über die Vorwürfe.
Von Alexander Pausch |
13.04.2010
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Erbendorf
Erbendorfer Pfarrer unter Verdacht
Wegen mutmaßlicher Übergriffe auf Schülerinnen beurlaubt - Staatsanwalt ermittelt
Gemeinde verlassen
Am Samstag wurde der katholische Geistliche von Generalvikar Michael Fuchs von seinen seelsorgerischen Aufgaben als Stadtpfarrer in der Steinwaldstadt entbunden. Das Ordinariat begründete diesen Schritt mit "Hinweisen über möglicherweise weitere geschädigte Kinder", die die Missbrauchsbeauftragte der Diözese, Birgit Böhm, aus der Pfarrei zwischenzeitlich erhalten habe.
Der beurlaubte Stadtpfarrer verließ umgehend die Gemeinde. "Um 14 Uhr war er schon nicht mehr da", sagte ein Erbendorfer Pfarrangehöriger. Nach Angaben des Ordinariats hält sich der Pfarrer in einem kirchlichen Haus auf. Regionaldekan Monsignore Johann Schober betreut vorübergehend als Pfarradministrator die katholische Gemeinde in Erbendorf. Der Direktor des Exerzitienhauses Johannisthal informierte vor den Gottesdiensten am vergangenen Wochenende auch die Kirchenbesucher über die Beurlaubung des Pfarrers.
Am Samstagabend, nach dem Vorabendgottesdienst, wurden zudem Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung über die Beurlaubung des Stadtpfarrers unterrichtet. Die Gläubigen, aber auch die Pfarrgemeinderatsmitglieder reagierten geschockt. "Ich war richtig vor den Kopf gestoßen", sagte Pfarrgemeinderatssprecher Peter Gerolstein. "Es war ein Blitz aus heiterem Himmel", sagte Monsignore Schober.
Von Alexander Pausch |
13.04.2010
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Erbendorf
Erbendorfer Pfarrer unter Verdacht
Wegen mutmaßlicher Übergriffe auf Schülerinnen beurlaubt - Staatsanwalt ermittelt
Von einer "unglaublich schwierigen Situation" spricht der Erbendorfer Bürgermeister Hans Donko. Die Beurlaubung des Pfarrers sei natürlich ein Thema, das die ganze Stadt bewege. "Ich hoffe, dass die ganze Sache rückhaltlos aufgeklärt wird."
Der 58-jährige Priester, der im Landkreis Tirschenreuth geboren wurde, war erst im September 2007 von Landshut nach Erbendorf gekommen. Stationen seines weiteren Wirkens waren unter anderem Selb, Waldsassen (Kreis Tirschenreuth) und Mockersdorf (Kreis Neustadt/WN). "Bisher gab es bei dem beurlaubten Geistlichen keinerlei Hinweise auf distanzloses Verhalten oder sexuellen Missbrauch", schreibt das Ordinariat und betont: "Bis zum Erweis des Gegenteils gilt für ihn die Unschuldsvermutung."
Zudem sichert die Diözese der Staatsanwaltschaft in der Erklärung "volle Unterstützung bei der Aufklärung der Vorwürfe zu". Das Ordinariat verweist auf die Staatsanwaltschaft in Weiden, die "sachdienliche Hinweise entgegen" nehme. Darüberhinaus stehe die Missbrauchsbeauftragte der Diözese, Birgit Böhm, Betroffenen für aufarbeitende Gespräche zur Verfügung.
Penzberg (dpa/lby) - Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im oberbayerischen Penzberg ein neues Forschungs- und Produktionsgebäude in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, hat die Einrichtung etwa 140 Millionen Euro
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