Von (stg) |
10.04.2010
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Kemnath/Kirchenthumbach
Kampf gegen Leukämie geht weiter
Verein "Hilfe für Anja" plant im Mai große Typisierungsaktionen in Kemnath und Kirchenthumbach
Kemnath/Kirchenthumbach. (stg) Wer Leukämie hört, weiß: Es geht um Leben und Tod. Auch Gertrud Pelka aus Kemnath braucht dringend Hilfe. Im Dezember 2009 wurde die Krankheit bei der zweifachen Mutter diagnostiziert. Weder ein Test aller nahen Verwandten noch der weltweite Suchlauf in den Datenbanken waren erfolgreich. Obwohl weltweit über 13 Millionen Menschen registriert sind, wurde noch kein passender Stammzellenspender gefunden.
Derzeit, so berichtet die 48-jährige Kemnatherin, sei sie alle drei Wochen auf Fremdblutinfusionen angewiesen. Infusionen, die der gebürtigen Schlammersdorferin das Überleben ermöglichen.
Auch die Kirchenthumbacher Aktion "Hilfe für Anja" ist auf das Schicksal der Kemnatherin aufmerksam geworden und nimmt es zum Anlass, eine große Stammzellenspender-Typisierungsaktion am 2. Mai in Kemnath und am 9. Mai in Kirchenthumbach zu starten. Die Schirmherrschaft für Kemnath haben Tirschenreuths Landrat Wolfgang Lippert und Bürgermeister Werner Nickl übernommen, für Kirchenthumbach Bürgermeister Fritz Fürk. Termin ist jeweils von 10 bis 17 Uhr in der Realschule Kemnath beziehungsweise in der Hauptschule Kirchenthumbach.
Das Ziel der Aktion nennt Michael Sporrer, Vorsitzender des Vereins "Hilfe für Anja": "Möglichst viele Menschen, die an Leukämie erkrankt sind, sollen damit eine Chance erhalten, wieder gesund zu werden." Denn schon vielen Menschen konnte durch die Vermittlung eines Spenders aus einer Stammzellen-Typisierungsaktion geholfen werden. Jeder, der sich typisieren lässt, ist automatisch in einer weltweiten Datenbank gespeichert - womit nicht nur die Chancen der Kemnatherin Gertrud Pelka steigen: "Jeder Mensch, der einmal in diese Situation kommt, hat Zugriff auf die weltweite Datenbank", so Michael Sporrer.
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Kemnath/Kirchenthumbach
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Verein "Hilfe für Anja" plant im Mai große Typisierungsaktionen in Kemnath und Kirchenthumbach
Kostspielige Tests
Sich registrieren zu lassen und damit vielleicht ein Menschenleben zu retten, ist nach Aussage Sporrers ganz einfach: Benötigt wird nur eine kleine Blutprobe von etwa 10 Millilitern, vergleichbar der Blutentnahme beim Hausarzt. Daraus werden im Labor die Gewebemerkmale analysiert und an das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) in Ulm gemeldet. Dort stehen die Daten für alle Patienten weltweit zur Verfügung. Für eine Registrierung sollte man zwischen 18 und 55 Jahren alt und gesund sein. Nicht registrieren lassen kann man sich bei bestimmten Vorerkrankungen wie HIV-Infektion, Gelbsucht, Herzinfarkt, Tumorleiden etc. Unbedingt mitzubringen zu den Typisierungsaktionen in Kemnath und Kirchenthumbach ist der Personalausweis.
Die für die Analyse der Gewebemerkmale anfallenden Laborkosten belaufen sich auf etwa 50 Euro pro Spender. Diese Kosten werden derzeit weder vom Bund noch von den Ländern noch von den Krankenkassen finanziert. Sie müssen vollständig aus privaten Spendemitteln aufgebracht werden.
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Kampf gegen Leukämie geht weiter
Verein "Hilfe für Anja" plant im Mai große Typisierungsaktionen in Kemnath und Kirchenthumbach
Spenden willkommen
"Auch wer sich selbst nicht als Zellspender registrieren lassen kann oder will, kann deshalb helfen", sagt Sporrer: Nämlich mit einer Geldspende an die Aktion "Hilfe für Anja e.V. " bei der Raiffeisenbank Weiden (BLZ 753 600 11), Konto 7 507 500 oder bei der Sparkasse Eschenbach (BLZ 753 519 60), Konto 300 020 765.
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