Von (sei) |
19.03.2010
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Mantel
Oetzinger führt Selbsthilfe
Zweiter Bürgermeister löst Günter Sparrer als Chef des Unterstützungsvereins bei Sterbefällen ab
Mantel. (sei) Wie Vorsitzender Günther Sparrer in der Generalversammlung im Gasthaus Krink berichtete, ist das Sterbegeld der Manteler Selbsthilfe insolvenzgeschützt und Hartz-IV-sicher. Es sei kein Kapitalstock da, der eingefordert werden könnte. Bei einem Sterbefall werde ein Euro einkassiert und das Sterbegeld an die Hinterbliebenen ausbezahlt.
Die Leistung der Selbsthilfe werde es immer geben, selbst wenn die Mitglieder zukünftig im Schnitt statt 85 sogar 110 Jahre alt werden sollten. Dazu sei es aber notwendig, dass jährlich immer so viele neue Mitglieder dazukommen wie andere wegsterben. Nur so könne das Umlageverfahren funktionieren.
Sparrer forderte die Mitglieder auf, Kinder, Enkel und auch Bekannte und Verwandte vom einmaligen System der Manteler zu überzeugen. Dem Sozialwerk gehören derzeit 1393 Mitglieder an. Hinterbliebene bekommen sofort nach einem Sterbefall 1280 Euro ausbezahlt. Lob galt Kassiererin Hilde Schätzler, die beim Einkassieren etwa 800 Haushalte aufsuchen musste.
Rechtzeitig beitreten
Wichtig ist eine Aufnahme vor dem 35. Geburtstag oder mit Kulanzregelung spätestens vor dem 40. Beitreten können alle Manteler und auch Lebenspartner, die nicht mehr im Ort wohnen. Auch Behinderte und deren Familien, die nirgendwo sonst einen Versicherungsschutz bekommen, können sich absichern.
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Mantel
Oetzinger führt Selbsthilfe
Zweiter Bürgermeister löst Günter Sparrer als Chef des Unterstützungsvereins bei Sterbefällen ab
Seit 1926 bis heute hat die Unterstützungseinrichtung 497 511 Euro Sterbegeld an 957 Familien ausgezahlt. Das durchschnittliche Alter der Mitglieder beträgt 53 Jahre und elf Monate, das durchschnittliche Eintrittsalter 26 Jahre und zehn Monate.
Schon 2008 hatte Vorsitzender Sparrer den Wunsch nach einem Nachfolger geäußert, da er beruflich unter der Woche in Bamberg ist. Nun freut er sich über Stephan Oetzinger, der ihn an der Spitze ablöst. Im Amt bestätigt wurden Kassenführerin Ulrike Schilller sowie die Beisitzer Evi Jankowski und Gerhard Seiser.
Die weiteren Beisitzer Wolfgang Reil und Franz Sperl sowie Schriftführerin Monika Puff müssen sich erst wieder im nächsten Jahr zur Wahl stellen, ebenso stellvertretender Vorsitzender Herbert Steiner. Sparrer bekam einen Weinkorb als Geschenk und war zu Tränen gerührt, weil er die Vereinsführung, die er mit Herzblut fünf Jahre als zweiter und 16 Jahre als Vorsitzender betrieben hatte, nun aus beruflichen Gründen abgeben musste.
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Mantel
Oetzinger führt Selbsthilfe
Zweiter Bürgermeister löst Günter Sparrer als Chef des Unterstützungsvereins bei Sterbefällen ab
Sein Nachfolger Oetzinger lobte ihn, weil er den Verein mit viel Engagement ins 21. Jahrhundert geführt habe. Bürgermeister Josef Wittmann erklärte, dass jede Versammlung der Selbsthilfe ein Grund zur Freude sei. Die Institution sei ein Beweis, dass Menschen bereit seien, einander zu helfen. Vor 84 Jahren gegründet, sei die Selbsthilfe heute noch genau so wichtig wie zur Gründerzeit.
Einen interessanten Vortrag zum Erbrecht hielt Rechtsanwalt Clemens Sammet. Es ging um die "Verfügung von Todes wegen", also die verschiedenen Formen von Testamenten. Er erklärte die Sonderform des "Berliner Testaments". Ein gemeinsames Testament sei nicht ganz einfach zu erstellen. Sammet erklärte zudem das Pflichtteilsrecht. Der Erbberechtigte erhalte dann immer noch die Hälfte dessen, was ihm laut Gesetz zustehe.
Leidige Erbschaftssteuer
Zweimal habe der Gesetzgeber in letzter Zeit die Erbschaftssteuer geändert, was besonders Nichten oder Neffen schwer treffen könnte. Sammet nannte die Änderung etwas ungerecht, weil ja der Erblasser seine Einkünfte schon einmal versteuert habe. In Österreich gäbe es gar keine Erbschaftssteuer. Der Referent gab den Tipp, den Nachlass rechtzeitig zu regeln. Testamente könnten jederzeit widerrufen oder geändert und der jeweiligen Lebensform angepasst.
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Marktrat will keine Biogasanlage zur Verarbeitung von Lebensmittelabfällen im Gewerbegebiet
Der Marktgemeinderat erteilte einer geplanten Biogasanlage eine Abfuhr. Einstimmig beschlossen das Gremium und Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer, dem Projekt zur Verarbeitung von Lebensmittelabfällen im Gewerbegebiet "Obere Tratt" das Einvernehmen zu verweigern.
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