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Von Alexander Pausch  |  13.03.2010  | Netzcode: 2236529  |  152 Mal gelesen.

Nun muss ein päpstliches Signal aus Rom folgen

Kommentar von Alexander Pausch

Die Rückendeckung, die Erzbischof Robert Zollitsch bei seinem Besuch in Rom von Papst Benedikt XVI. erhielt, stärkt seine Position zu Hause. Denn der Freiburger ist zwar der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, aber eben nicht der Chef der Ortsbischöfe.

Unter diesen befinden sich sehr eigenwillige Charaktere. Manche lieferten in der Debatte um die Aufarbeitung der Missbrauchsskandale in der Kirche nicht immer konstruktive Beiträge. Zollitsch selbst schwieg dazu, wohl auch, um jene Amtskollegen nicht zu weiteren unangemessenen Zwischenrufen zu ermuntern. Doch gerade wegen seines Schweigens wirkte er in den zurückliegenden Wochen zeitweilig überfordert. Er gab und gibt, und mit ihm die katholische Kirche, ein leichtes Ziel für die Attacken von Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ab, obwohl sie bislang nicht durch ein tiefes Verständnis des Kirchenrechts aufgefallen ist.

Nun muss ein Signal aus Rom folgen. Zumal noch immer nicht alle Orden und Ortsbischöfe, aber auch nicht alle kirchlichen Institutionen mit der gleichen Tatkraft die Aufklärung der Skandale betreiben. Benedikt XVI. sollte sein Schreiben zum Thema Missbrauch an die Katholiken in ganz Europa, ja in der Welt adressieren.


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