Oberpfalznetz.de > Mitreden > Kommentare > Israels Politik zerstört Vertrauen auch bei engsten Freunden

Von Alexander Pausch  |  11.03.2010  | Netzcode: 2233329  |  137 Mal gelesen.

Israels Politik zerstört Vertrauen auch bei engsten Freunden

Kommentar von Alexander Pausch

Bild zu Artikel Israels Politik zerstört Vertrauen auch bei engsten Freunden
Armes Würstchen. Karikatur: Tomicek
Die israelische Regierung hat vorgeführt, wie man nicht nur seine Gegner und künftigen Verhandlungspartner, sondern vor allem auch gute Freunde vor den Kopf stößt. Zudem verpasste die Regierung von Benjamin Netanjahu mit ihrem Plan, in Ostjerusalem 1600 Wohnungen zu bauen, den jüngsten Hoffnungen auf Friedensgespräche einen nachhaltigen Dämpfer.

Die Ankündigung war nicht nur ungeschickt terminiert, wie der israelische Innenminister glauben machen möchte, sondern sie führt ins Zentrum des Streits zwischen Israelis und Palästinensern. Die Palästinenser blicken auf die Gebietsverluste von 1948 und verstehen daher die Grenzen bis zum Sechs-Tage-Krieg von 1967 als jene, die sie anerkennen wollen.

Dagegen ist für viele Israelis seit 1967 altes biblisches Land greifbar geworden. Bis zu einem Friedensschluss wollen sie durch den Siedlungsbau Tatsachen schaffen. Dies untergräbt nicht nur bei den Palästinensern das Vertrauen in die Aufrichtigkeit der israelischen Regierung, sondern auch bei den Freunden, die Israel womöglich noch dringend brauchen wird.


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben:

Ihre E-Mail-Adresse:
Ihr Kennwort:

Noch nicht Mitglied im Oberpfalznetz?

Dann registrieren Sie sich hier!
Zum Artikel: Frankreichs Stromlücke muss auch uns elektrisieren

Frankreichs Stromlücke muss auch uns elektrisieren

Kommentar von Stefan Zaruba

Verrückte Situation in Europa: Der Atomriese Frankreich braucht Strom aus dem Aussteiger-Land Deutschland. Und obwohl auch hierzulande der Winter mit Rekordtemperaturen zuschlägt und wir es uns mehr...

Noch nicht das letzte Wort

Kommentar von Wilhelm Amann

Stimmt, eigentlich sollte eine Brückenlösung direkt an der Stelle des jetzigen Bahnübergangs geprüft werden. Doch der Vorschlag, der eine Überquerung der Bahn nur ein paar Meter daneben vorsieht, mehr...
Zum Artikel: Ein Lohnzuwachs täte allen gut, Arbeitnehmern und Volkswirtschaft

Ein Lohnzuwachs täte allen gut, Arbeitnehmern und Volkswirtschaft

Kommentar von Alexander Pausch

Die Forderung der IG Metall nach 6,5 Prozent mehr Lohn stößt naturgemäß auf viel Zustimmung im Gewerkschafts- und Arbeitnehmerlager, sorgt bei Arbeitgebern aber für heftiges Kopfschütteln. Doch mehr...
Zum Artikel: 60 Jahre auf dem Thron: Die Queen toppt alle

60 Jahre auf dem Thron: Die Queen toppt alle

Kommentar von Albert Franz

Vor etlichen Jahren war viel von der Generation Kohl die Rede. Jener Generation, die nie einen anderen Kanzler erlebt hatte als Helmut Kohl. Es dauerte 16 Jahre, bis die Bundesbürger seiner mehr...