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München
Kunstschätze auf Leihbasis
Heubisch: Keine dauerhafte Rückgabe in die Ursprungsorte
München. Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) sieht kaum Möglichkeiten, in München ausgestellte oder lagernde Kunstwerke aus den Regionen Bayerns dauerhaft an ihre Ursprungsorte zurückzuführen. In einem umfassenden Bericht an den Kulturausschuss des Landtags erklärte Heubisch, dagegen sprächen rechtliche, konservatorische, aber auch kulturpolitische Gründe.
Die Staatssammlungen wie auch das Haus Wittelsbach als Eigentümer vieler Kunstschätze seien aber bereit, Ausleihwünsche nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Heubisch betonte, dass ohnehin bereits mehrere 100 Kunstwerke aus München in staatlichen Zweiggalerien ausgelagert worden seien. Scharf wandte sich Heubisch gegen den Vorwurf, es handle sich bei den Kulturgütern um "Beutekunst". Dies hatte der Fränkische Bund in einer Petition an den Landtag von Dutzenden fränkischen Kunstschätzen behauptet.Nach einer Überprüfung Heubischs sei aber der Großteil dieser Gegenstände nicht im Zuge der Säkularisation vor gut 200 Jahren "geraubt", sondern zumeist bereits lange vorher legal erworben oder geschenkt worden. Eine ähnliche Überprüfung soll nun auch bezüglich in München lagernder Kunstschätze aus Ostbayern und Schwaben durchgeführt werden.
Forderungen "ahistorisch"
Heubisch befürwortete grundsätzlich den Verbleib noch in München befindlicher Kunstschätze aus anderen Regionen Bayerns in der Landeshauptstadt. Bei diesen handle es sich wie zum Beispiel beim Bamberger Domschatz überwiegend um Kulturgüter von internationalem Rang, deren Präsentation in München für den Freistaat "identitätsstiftende Funktion" habe. Rückgabeforderungen bezeichnete er vor diesem Hintergrund als "ahistorisch".
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