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Glosse
Eine Zahl
hat gefehlt
Geschäftsberichte der städtischen Tochtergesellschaften sind nicht gerade die Tagesordnungspunkte, die Hundertschaften von interessierten Ambergern in die Sitzungen des Stadtrats locken. Die Jahresbilanz 2009 der Stadtwerke hätte am Montagabend aber ernsthaft mehr als die drei Neugierigen verdient gehabt, die auf den Zuhörerstühlen Platz genommen hatten.
Wer nicht da war, hat statistische Werte verpasst, von denen außerhalb der Stadtwerke niemand wusste, dass es sie überhaupt gibt. Geschäftsführer Dr. Stephan Prechtl versicherte glaubhaft, dass im Kurfürstenbad pro Woche 80 Kubikmeter Wasser verschleppt werden. Richtig gehört! Nicht unter Androhung von Waffengewalt entführt, sondern in Handtüchern, Badehosen, Zehenritzen, Mägen und Ohrmuscheln verschleppt. 80 Kubikmeter pro Woche, das sind im Jahr 4160 und damit so viele, wie bei zwei ausgewachsenen Wasserrohrbrüchen.
Wir interessierten Amberger wünschen uns künftig mehr dieser Details. Wie viele Liter Cola könnten beispielsweise mit dem Eis gestreckt werden, das die Kunstläufer im Stadion am Schanzl pro Jahr mit ihren Schlittschuhen mitnehmen? Wie viele Museen könnten mit der Luft gefüllt werden, die täglich mit der Frage "Wie geht's?" und dem dazu passenden Satz "Passt scho!" verschwendet wird? Und - noch wichtiger - wie viele Glatteis-Tage könnten mit dem Sand verhindert werden, den Kinder nach dem Spielen in ihren Schuhen nach Hause bringen?
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