Von (swt) |
28.02.2010
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Edelsfeld
Bei Energieeffizienz eine "Topregion"
Prof. Markus Brautsch legt vorläufiges Integriertes Klimaschutzkonzept für AOVE-Gemeinden vor
Edelsfeld. (swt) Die neun Gemeinden im Landkreis, die sich zur AOVE zusammengeschlossen haben, decken bereits ein Drittel des Energieverbrauchs mit erneuerbaren Energien ab. Sie sind damit die Topregion in Sachen effiziente Energien. So die gute Nachricht, die Professor Dr. Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik der Hochschule Amberg Weiden bei einer Veranstaltung in Edelsfeld.
Bereits 17 Prozent des elektrischen Energiebedarfs in den privaten Haushalten der neun AOVE-Gemeinden werden durch Photovoltaik gedeckt. Landwirtschaftliche Dachflächen - wie hier im Bild in Kümmersbuch in der Gemeinde Hahnbach - eignen sich dazu besonders. Bild: sta
Laut Brautsch werden bereits 17 Prozent des elektrischen Energiebedarfs in privaten Haushalten durch installierte Photovoltaik gedeckt. Die Zahlen steigen. Auch Biomasse oder Solarthermie leisten hier ihren Beitrag.
Dennoch wurde bei der Vorstellung des vorläufigen Integrierten Klimaschutzkonzeptes schnell klar, dass noch viel Arbeit vor den Kommunen liegt. "Wo stehen wir heute und wo wollen wir hin?" Unter diesem Tenor hat Brautsch zusammen mit Dipl.-Ing. (FH) Thomas Meierhofer das Konzept entwickelt.
Klassischer ländlicher Raum
Das Gebiet der AOVE ist als klassischer ländlicher Raum mit niedriger Bevölkerungsdichte eingestuft. Zunächst wurde der Energieverbrauch ermittelt, nach Verbrauchergruppen aufgeteilt: Kommunale Liegenschaften, Private Haushalte, Gewerbe bzw. Industrie und Verkehr. Gesamt liegt der Energieverbrauch der AOVE bei 1360 Gigawatt pro Stunde (GWh). Der größte Brocken entfällt auf die thermische Energie mit 760 GWh.
Vergleichsweise niedrig ist die elektrische Energie mit 150 GWh, hier greift vor allem bei den Kommunen die Straßenbeleuchtung. Hier ließe sich aber auch am schnellsten etwas ändern, wenn komplett auf LED Beleuchtung umgesattelt wird, so die Einschätzung des Experten. Das ist allerdings derzeit noch zu teuer.
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In drei Jahren billiger
Brautsch spricht von drei Jahren, in denen auch diese energiesparende Straßenbeleuchtung billiger wird. Beispielhaft ist die Gemeinde Edelsfeld, die bereits auf energiesparende Straßenbeleuchtung umgesattelt hat. Waltraud Lobenhofer, Geschäftführerin der AOVE, warf hierzu ein, dass die AOVE derzeit konkret an einem Konzept für die Straßenbeleuchtung arbeite. Im Bereich thermische Energie wurde der Energiebedarf unter anderem auch für Häuser ermittelt, die vor 1990 gebaut wurden. Hier geht man von einem sogenannten "Sowieso-Aufwand" aus, hier wird in den nächsten Jahren also eine Sanierung fällig, hier kann also auch energetisch viel getan werden. Wärmedämmung von Dächern und Mauern, Solar, Photovoltaik.
Auch für die Kommunen ist die energetische Gebäudesanierung ins Auge zu fassen, was angesichts der angespannten Finanzlage den meisten Rathauschefs eher Bauchschmerzen bereitet, so zumindest bei der Diskussionsrunde spürbar.
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Edelsfeld
Bei Energieeffizienz eine "Topregion"
Prof. Markus Brautsch legt vorläufiges Integriertes Klimaschutzkonzept für AOVE-Gemeinden vor
Auch der CO2 Ausstoß der Gemeinden wurde erfasst, er liegt bei 315 000 Tonnen pro Jahr. Durch konservative Wärmedämmung könnten in einem ersten Schritt bereits 63 Prozent an CO2 im privaten Bereich eingespart werden. Weitere 20 Prozent wären durch Maßnahmen wie die Erneuerung der Anlagentechnik im Heizungsbereich zu erreichen.
Mobil und flexibel
Auch die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs berge großes Potenzial, so Brautsch weiter. Dr. Klaus Schwinger widersprach: "Ein vernünftiger Ausbau des ÖPNV ist im ländlichen Raum nicht finanzierbar. Die Leute müssen mobil und flexibel sein, das kann der Nahverkehr nicht leisten!" (Hintergrund)
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