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Von Alexander Pausch  |  27.02.2010  | Netzcode: 2215665  |  101 Mal gelesen.

Ein Sparkassenpräsident mit viel politischem Stallgeruch

Kommentar von Alexander Pausch

Die bayerischen Landräte und Oberbürgermeister haben es wieder nicht geschafft, über ihren Schatten zu springen. Zwar verfügt der neue Präsident an der Spitze des Sparkassenverbandes Bayern über reichlich politischen Stallgeruch, aber er ist ein Branchenfremder.

Statt einer Spitzenkraft aus dem Bankenbereich oder Sparkassenwesen haben die Kommunalpolitiker, die im Verbandsvorstand den Ton angeben, erneut einen der Ihren auf den Chefsessel gehievt.

Nicht nur deshalb startet Theo Zellner mit einer Anfangshypothek. Auch die Absprache, wonach der Oberbürgermeister von Erlangen, Siegfried Balleis (CSU), ihn in vier Jahren beerben soll, erweckt den Eindruck, dass es mehr um Pfründewirtschaft geht und weniger um die Wahl des besten Bewerbers.

Als Nachfolger des wegen des BayernLB-Debakels zurückgetretenen Siegfried Naser tritt der 61-jährige CSU-Politiker aus Cham ohnehin ein Amt mit Altlasten an. Zwar sind die Sparkassen nur noch Minderheitseigentümer bei der Landesbank, doch auch in diesem Jahr dürften auf die Sparkassen noch einmal Abschreibungen in Millionenhöhe zukommen.


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