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Von (AFP)  |  24.02.2010  | Netzcode: 2211479  |  115 Mal gelesen.
Berlin

Machtprobe um die Google-Bilder

Straßenfoto-Dienst soll noch heuer starten - Ministerium rät: Widerspruch einlegen

Google will seinen heftig umstrittenen Straßenfoto-Dienst Street View noch heuer in Deutschland starten. Das Unternehmen sieht keine rechtlichen Hindernisse für eine Veröffentlichung der Fotos, wie es am Dienstag in Berlin erklärte. Angesichts der Kritik von Datenschützern soll aber jeder Bilder von Gebäuden löschen lassen können.

Der kostenlose Google-Dienst Street View bietet 360-Grad-Bilder von Straßenzügen und öffentlichen Plätzen. Er startete 2007 in den USA und ist zurzeit in 19 Ländern verfügbar. Deutsche Straßen sind dort noch nicht zu sehen, werden aber bereits von Google fotografiert. Datenschützer kritisieren, dass die Fotos auch Privatgebäude zeigen und dies Dieben oder Einbrechern in die Hände spielen könnte. Außerdem sind Menschen und Autos zu sehen, die sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen auf den Straßen befanden. Gesichter und Autokennzeichen werden automatisch unkenntlich gemacht. Falls das Computerprogramm etwas übersieht, will Google auf einen entsprechenden Hinweis hin nachbessern.

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) empfiehlt Menschen, die sich durch Fotos von Häusern und Straßenzügen im Netz in ihrer Privatsphäre verletzt sehen, vorsorglich Widerspruch einzulegen. Ein Musterwiderspruch und weitere Informationen sind auf der Seite des Verbraucherschutzministeriums (www.bmlev.de) zu finden.

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