Berlin
Machtprobe um die Google-Bilder
Straßenfoto-Dienst soll noch heuer starten - Ministerium rät: Widerspruch einlegen
Der kostenlose Google-Dienst Street View bietet 360-Grad-Bilder von Straßenzügen und öffentlichen Plätzen. Er startete 2007 in den USA und ist zurzeit in 19 Ländern verfügbar. Deutsche Straßen sind dort noch nicht zu sehen, werden aber bereits von Google fotografiert. Datenschützer kritisieren, dass die Fotos auch Privatgebäude zeigen und dies Dieben oder Einbrechern in die Hände spielen könnte. Außerdem sind Menschen und Autos zu sehen, die sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen auf den Straßen befanden. Gesichter und Autokennzeichen werden automatisch unkenntlich gemacht. Falls das Computerprogramm etwas übersieht, will Google auf einen entsprechenden Hinweis hin nachbessern.
Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) empfiehlt Menschen, die sich durch Fotos von Häusern und Straßenzügen im Netz in ihrer Privatsphäre verletzt sehen, vorsorglich Widerspruch einzulegen. Ein Musterwiderspruch und weitere Informationen sind auf der Seite des Verbraucherschutzministeriums (www.bmlev.de) zu finden.
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