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Grafenwöhr
Virtueller Krieg in Grafenwöhr
US-Armee setzt zunehmend auf Simulationen - Übungen im Computer sparen Kosten
Grafenwöhr. US-Soldaten bereiten sich zunehmend in der virtuellen Realität auf ihre Einsätze in der rauen Wirklichkeit Afghanistans oder des Irak vor. Eine Fahrt durch die vor Hitze flirrende irakische Wüste oder in die tiefen Gebirgstäler des Hindukusch - all das lässt sich in den Simulatoren auf dem US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) üben.
Nebeneinander aufgereiht stehen die weißen Sattelauflieger mit den Fahrzeugsimulatoren im Camp Aachen. So ist es nur ein Schritt aus der winterlichen Oberpfalz in ein heißes Gefecht mit Aufständischen im Irak oder zu einer Fußpatrouille durch Bagdad oder aber zu einer Fahrt mit einem Schützenpanzer vom Typ "Bradley", mit einem Kampfpanzer vom Typ "Abrams" oder auch in einem Fahrzeug vom Typ "Humvee". Im benachbarten Vilseck (Kreis Amberg-Sulzbach) stehen zudem Simulatoren für den Radpanzer vom Typ "Stryker" und das gegen Minen besonders geschützte Fahrzeug MRAP.
"Wir können alles simulieren, was sich Kommandeure wünschen", sagte Derrick Wilson, der als ziviler Auftragsnehmer die Einrichtung des US-Heeres betreut. Dazu gehören unter anderem Konfrontationen mit Aufständischen, die Begegnung mit der Bevölkerung oder ein Gefecht mit gegnerischen Truppen. Motorengeräusche oder Geschosssalven werden über Lautsprecher vom Band eingespielt. "Man kann auch virtuelle Sprengfallen darstellen", erläutert Wilson. Die Tageszeit ist frei wählbar, ebenso das Wetter. Die virtuelle Landschaft kann ebenfalls angepasst werden. So gibt es den Übungsplatz Grafenwöhr, den Kosovo oder die irakische Hauptstadt Bagdad. Die Software für Afghanistan ist noch in Arbeit. Sie soll im Mai kommen.
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