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Von Alexander Pausch  |  16.02.2010  | Netzcode: 2199745  |  92 Mal gelesen.

Register für Behandlungsfehler verdient Unterstützung

Kommentar von Alexander Pausch

Der Ruf nach einem Melderegister für ärztliche Behandlungsfehler hat Charme. Das Motto "aus Fehlern lernen" ist in vielen Branchen längst üblich. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), wandelt dies um. "Registrieren heißt lernen", lautet das Credo des bayerischen Gesundheitspolitikers.

Die anonymen Daten würden sehr schnell einen Überblick darüber liefern, wo und warum es bei Behandlungen immer wieder hakt, ohne dass ein einzelner Mediziner an den Pranger gestellt wird. Entsprechend könnte dann gegengesteuert werden - etwa durch für alle verpflichtende Schulungen oder entsprechende Ärzterundbriefe. Wie dringend notwendig dies ist, zeigen Umfragen unter niedergelassenen Medizinern und Qualitätsstudien.

Dass Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe getroffen aufschreit, überrascht nicht. Hoppe versteckt sich und die seinen ohnehin lieber hinter der vermeintlichen Therapiefreiheit, als dass die Ärzte einer objektiven Qualitätskontrolle unterziehen würde. Zu einer Verringerung der Fehler oder gar zur Vorbeugung trägt die Haltung des Ärztepräsidenten nicht bei.


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