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Von Alexander Pausch  |  13.02.2010  | Netzcode: 2195320  |  107 Mal gelesen.

Unerbittlicher Machtkampf im internationalen Finanzkasino

Kommentar von Alexander Pausch

Im internationalen Finanzkasino herrscht längst wieder Hochbetrieb, so als wäre nie etwas gewesen. Die Kugel rollt, und es wird auf Teufel komm raus gewettet. Die Spieler, Banken und Fonds, fahren prächtige Gewinne ein. Ohne Zweifel - Gier hat Konjunktur. Und so spielen etliche russisches Roulette.

Der Schuldenberg der westlichen Industrieländer ist so hoch wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr, eine Folge der jüngsten Finanzkrise. Nach einer Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) kletterte er von 78 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 106 Prozent in diesem Jahr, und er dürfte weiter steigen. Diese Entwicklung nutzen die Spieler für ihre Wetten. Sie versuchen, tatsächlich oder vermeintlich schwache Länder in die Knie zu zwingen. Schnell werden Länder wie Griechenland und Spanien über einen Kamm geschoren, obwohl beim letzteren Mittelmeeranrainer die Staatsverschuldung um ein Drittel niedriger ist als in Deutschland.

Es ist ein unerbittlicher Machtkampf. Investmentbanken und Finanzinstitute, vor etwas mehr als einem Jahr von den Staaten gerettet, tanzen nun diesen auf der Nase herum. Die Europäische Union sollte diesen Hasardeuren umgehend das Handwerk legen. Andernfalls lösen sie eine weitere Finanzkrise aus - und diese kann sich niemand mehr leisten.


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