Leserbrief
Sich wehren gegen den Wind-Wahnsinn
Die Heimat so schön erhalten wie sie ist, will das Ehepaar Sparrer und kritisiert deshalb Monster-Wind- und -Photovoltaikanlagen.
Lange konnte man in Wiesendorf sehr schön ruhig und "ländlich" leben. Plötzlich erfährt man nun, dass rund um Neunkirchen und in Wiesendorf selbst Anlagen für erneuerbare Energien geplant sind. Dagegen ist ja grundsätzlich erst mal nichts einzuwenden. Wer möchte nicht selbst lieber Ökostrom statt Atommüll oder Co2-produzierende Kraftwerke?Plötzlich wird man aber mit verschiedenen neuen Gedanken konfrontiert: Die grünen Felder rund um Wiesendorf auch noch in nördlicher und südlicher Lage vom Ortskern direkt angrenzend an die Bebauung zugepflastert mit 10,5 ha großen Photovoltaik-Anlagen? Spiegelndes Einheitsblau statt natürlicher Vielfalt? Die Aussicht auf Felder und Wiesen und Wälder nur noch über Solarmodule? Landwirtschaftlicher Boden unbrauchbar gemacht? Das Ortsbild zerstört? Und der Stadtrat hat angeblich schon Zustimmung signalisiert?
Und dann kommt es in der gleichen Woche gleich noch dicker: Windkrafträder mit gigantischen Ausmaßen nicht nur rund um Neunkirchen sollen rund um Weiden möglich gemacht werden! Wir erfahren so nebenbei bei einem Info-Abend, dass diese Monster-Anlagen bis zu 200 Meter hoch werden müssen, damit die Energieausbeute noch im förderfähigen Bereich liegt. Fundamente mit 35 Meter Durchmesser und 10 Meter Tiefe sollen diese Giganten tragen. Der Durchmesser einer dieser Türme beginnt unten angeblich bei 16 Meter.
Selbst kleinere Anlagen werden von den hiervon betroffenen Bürgern Deutschlands teilweise heftig bekämpft. Wegen der negativen Auswirkungen durch Schlagschatten, Dauerlärm, Discoeffekt und der Wirkung auf das Landschaftsbild. Man kann es sich ja kaum vorstellen, wie eine solche Maschine arbeiten wird, wie sie aussehen wird. Man kann sich aber vorstellen, dass die Verantwortlichen und die Bürger erst im Nachhinein feststellen, wie furchtbar die Auswirkungen sind.
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