Von Alexander Pausch |
09.02.2010
| Netzcode: 2188213 | 78 Mal gelesen.
München
Nato sucht neue Partner in Asien
Generalsekretär sieht transatlantische Allianz weltweit in der Verantwortung
Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen will die transatlantische Allianz zu neuen Ufern führen. Und diese hat der Däne in Asien ausgemacht: "Was wäre der Schaden, wenn Länder wie China, Indien, Pakistan und andere engere Verbindungen zur Nato entwickeln würden?", fragte er bei der 46. Münchner Sicherheitskonferenz am Wochenende. Derartige Verbindungen böten nach seiner Meinung "nur Vorteile". Natürlich hat Rasmussen dabei ein ganz konkretes Problem vor Augen, den Afghanistan-Konflikt, bei dem er sich für die Allianz Hilfe der genannten Staaten erhofft.
Doch darüber hinaus soll Rasmussen auch eine Vorlage für ein neues strategisches Konzept für die Nato entwickeln, um das Bündnis an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts anzupassen. Das derzeit gültige stammt noch aus dem Jahr 1999.
Jenseits der Grenzen
Das, was im neuen strategischen Konzept stehen soll, geht weit über das hinaus, was ein reines Verteidigungsbündnis ausmacht. So betonte Rasmussen, dass "wir im Zeitalter der globalisierten Unsicherheit unsere territoriale Verteidigung jenseits unserer Grenzen beginnen" müssen. Darüber hinaus hänge die gemeinsame Sicherheit, auch in der Nato, "zunehmend davon ab, wie gut wir mit anderen kooperieren", begründete er seine Forderung nach Zusammenarbeit mit Nicht-Nato-Ländern.
Von Alexander Pausch |
09.02.2010
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München
Nato sucht neue Partner in Asien
Generalsekretär sieht transatlantische Allianz weltweit in der Verantwortung
Zu guter letzt will der Generalsekretär die Nato als ein Forum, in dem "weltweite Sicherheitsfragen" beraten werden. Damit will Rasmussen die Vereinten Nationen zwar nicht ersetzen, aber er will das Bündnis auf neue Art in das internationale System integrieren. Dabei denkt er etwa daran, die Zusammenarbeit mit UN-Organisationen auszubauen.
Unterstützung erhielt der Nato-Generalsekretär von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. "Wenn wir unsere eigenen Interessen sichern wollen, müssen wir unsere Grenzen hinter uns lassen." Darunter versteht der Franke nicht nur Out-of-Area-Einsätze, sondern er kritisierte auch: "Wir reden zu viel, und erreichen zu wenig." Deshalb zettelte der Verteidigungsminister eine Revolution an und rüttelt am Einstimmigkeitsprinzip in der Nato: "Konsens heißt nicht, dass wir in allen 300 Räten und Ausschüssen Einstimmigkeit haben müssen."
Neue Balance
Nur der Nato-Oberbefehlshaber, US-Admiral James G. Stavridis, bremste ein wenig den Elan von Rasmussen und Guttenberg: "Die Nato sollte kein globaler Akteur, sondern ein Akteur in einer globalen Welt sein." Er forderte eine neue Balance zwischen "harter" militärischer Macht und "weicher" politischer und wirtschaftlicher Einflussnahme.
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