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Amberg
Dann wird nicht ausgebildet
Abgeordneter Reinhold Strobl informiert sich im Altenheim Hellstraße
Amberg. (ads) Rund um die Ausbildungskosten als Bestandteil der Heimentgelte von Senioren- und Pflegeeinrichtungen ging es bei einem Kamingespräch im Dachgarten des Seniorenheims der Diakonie. Dazu hatte sich auch SPD-Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl eingefunden.
Auslöser für die Einladung sei die Tatsache gewesen, dass die Ausbildungskosten Bestandteil der Heimentgelte seien. Die würden auf die Bewohner umgelegt, was immerhin bis zu 50 Euro im Monat ausmache, informierte Heimleiter Reinhold Wurm. Weiter erläuterte er, bei der Ausbildung zum Altenpfleger handle um es sich um eine rein schulische Berufsausbildung. Der Knackpunkt liege in dem 2003 geänderten Altenpflegegesetz, das regelt, dass der Träger der praktischen Ausbildung für die gesamte Dauer der Ausbildung eine angemessene Ausbildungsvergütung zu bezahlen habe.Steht nicht im Gesetz
Im Gesetzestext stehe allerdings nicht, dass diese auf die Bewohner umgeschlagen werde. In Krankenhäusern hingegen würden die Ausbildung alle Versicherten gemeinsam zahlen, der einzelne Patient sei davon nicht betroffen. Ein Auszubildender zum Altenpfleger schlage mit rund 1200 Euro für die Einrichtung zu Buche.
Viele Senioreneinrichtungen, die nicht bereit seien, dies auf ihre Bewohner umzuschlagen, seien aus diesem Grund nicht mehr zu einer Ausbildung bereit. Die mangelnde Ausbildung führe auf lange Sicht zu Fachkräftemangel, machte Reinhold Wurm bewusst. Erfreut zeigte sich Wurm über Strobls Anfrage und den daraus resultierenden Besuch. Reinhold Strobl vermisste grundsätzlich die mangelnde Solidarität in der Gesellschaft und warnt vor einem Auseinanderdriften.
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