Von Alexander Pausch |
08.02.2010
| Netzcode: 2185895 | 188 Mal gelesen.
Iran spielt geschickt mit den Nerven westlicher Politiker
Kommentar von Alexander Pausch
Iran, Iran, Iran - wie ein alter Gassenhauer wird dieses Thema seit Jahren immer wieder bei der Münchner Sicherheitskonferenz gespielt. Doch die Melodie erfreut niemanden. Es sind die altbekannten Dissonanzen, die im "Bayerischen Hof" Jahr für Jahr aufs Neue für schwere Missstimmung sorgen.
Beiden Seiten gelingt es nicht, neue Impulse zu setzen, die es ihnen ermöglichen würden, ein wirkliches Gespräch zu führen. Deshalb kann auch kein Vertrauen entstehen. Die Art und Weise, wie das Regime in Teheran sein jüngstes Kooperationsangebot zur Urananreicherung präsentierte und später mit einer Drohung anreicherte, ist nur ein weiteres trauriges Beispiel dafür. Allerdings lässt auch der Westen so manches Mal Kreativität vermissen. So könnte die Einbindung Irans durch die Nato als Partner in Afghanistan helfen, Vertrauen aufzubauen - auf der Liste der Partner, die Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in München nannte, fehlte der unmittelbare Nachbar des kriegsgebeutelten Landes am Hindukusch im Gegensatz zu anderen Atommächten aus der Region.
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Iran spielt geschickt mit den Nerven westlicher Politiker
Kommentar von Alexander Pausch
Zudem werden von beiden Seiten immer neue Fakten geschaffen, die nicht nur den Graben zwischen dem Westen, einschließlich Israels, und Iran, sondern auch zwischen Teheran und seinen arabischen Nachbarn immer weiter vertiefen.
Wenn dieser Graben nicht überbrückt wird, könnte sich am Ende nicht nur die in München immer wieder vorgetragene Warnung vor einem nuklearen Rüstungswettlauf im Nahen Osten, sondern auch die schrille Warnung vor einem Krieg von US-Senator Joseph Lieberman als eine düstere Prophezeiung erweisen, die bittere Wirklichkeit wird.
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